Zusatzbeitrag Pflegeversicherung 2017

Die gesetzliche Pflegeversicherung bietet für Arbeitnehmer eine solide Sozialversicherung. Der Beitragssatz liegt zurzeit (Stand: Januar 2017) bei 2,55 Prozent, den der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte tragen. Kinderlose zahlen jedoch einen Zusatzbeitrag von 0,25 Prozent, den Sie alleine tragen. Der Beitragszuschlag ist eine gesetzliche Maßnahme von der Bundesregierung um Familien zu entlasten und die Pflegelast umzuverteilen. Ob diese Beiträge ausnahmslos Pflicht sind, unter welchen Umständen Ausnahmen bewilligt werden und wie die Situation bei Stiefeltern, bzw. -kindern aussieht, klären wir in der Analyse. Eine private Pflegeversicherung wird unabhängig davon als Absicherung im Pflegefall von Experten stets empfohlen.

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Zusatzbeitrag Pflegeversicherung 2017 wenn kinderlos

Zusatzbeitrag Pflegeversicherung 2017

Zusatzbeitrag Pflegeversicherung 2017

Kinderlose zahlen den Zusatzbeitrag von 0,25 Prozent wenn sie sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer sind. Dies gilt jedoch nur, wenn Sie mindestens das 23. Lebensjahr abgeschlossen haben. Ausnahmen bilden kinderlose Mitglieder in der gesetzlichen Pflegeversicherung nur dann, wenn sie entweder vor dem 1. Januar 1940 geboren sind, Bezieher von Arbeitslosengeld 2 (ALG II) sind, oder aber den Status Wehr– oder Zivildienstleistender besitzen. Eine Abwägung des Grundes der Kinderlosigkeit wird nicht vorgenommen, sodass wenn der objektive Zustand der Kinderlosigkeit vorliegt, der Beitragszuschlag fällig wird. Mehr zur privaten Krankenversicherung Familie.

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Zusatzbeitrag Pflegeversicherung ab wann

Wenn die sozialversicherte Person das Alter von 22 überschritten hat, wird der Zusatzbeitrag Pflegeversicherung fällig. Der normale Beitragssatz von 2,05 Prozent erhöht sich damit auf 2,30 Prozent, wobei der Arbeitnehmer die Differenz von 0,25 Prozent alleine trägt und dieser sich dadurch doppelt auf die finanzielle Belastung auswirkt. Der Beitragssatz von 2,05 Prozent des steuerpflichtigen Einkommens wird zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen. Eingezogen wird der Zusatzbeitrag nach dem für die Pflegeversicherung üblichen Betragseinzugsverfahrens.

Der Zusatzbeitrag Pflegeversicherung bei Stiefeltern

Auch bei Stiefeltern gilt die gleiche Regelung wie bei leiblichen oder Pflegeeltern. Stiefeltern zahlen keinen Beitragszuschlag bei der gesetzlichen Pflegeversicherung. Eine Sonderregel findet dennoch Anwendung: Stiefeltern oder Adoptiveltern müssen für die Stiefkinder die Elternschaft übernommen und darüber hinaus mit den Kindern im gleichen Haushalt gelebt haben, um vom Zusatzbeitrag Pflegeversicherung befreit zu sein. Dies gilt nur wenn das Kind die Altersgrenzen für die Familienversicherung in diesem Verhältnis noch nicht erreicht hatte.

Umgang mit dem Beitragszuschlag bei Behinderung

Kinderlose Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung kommen für einen Zusatzbeitrag für die gesetzliche Pflegeversicherung nur in Frage, wenn sie selbst beitragspflichtiges Mitglied in der Sozialversicherung sind. Dies ist allerdings selten der Fall. Nach aktuellem Recht sind Menschen mit Behinderung in den gesetzlichen Sozialversicherungen auch nach dem 25. Lebensjahr weiterhin beitragsfrei über ihre Eltern abgesichert. Der Versicherungsschutz greift, wenn der Betroffene wegen geistiger, physischer oder auch seelischer Behinderung nicht in der Lage ist, für seinen Lebensunterhalt eigenwillig zu sorgen. Sie bleiben zuschlagsfrei. Wenn der Mensch mit Behinderung in speziell eingerichteten, sozialen Behindertenwerkstätten oder ähnlichen Einrichtungen arbeiten gilt dieselbe Regel der Befreiung vom Beitragszuschlag.

Bundesagentur für Arbeit führt einige Zusatzbeiträge Pflegeversicherung pauschal ab

Die Zusatzbeiträge für Personengruppen wie Bezieher von ALG I, Unterhaltsgeldern, Kurzarbeitergeldern, Ausbildungsgeldern und Beziehern von Berufsausbildungsbeihilfe werden über einen Ausgleichsfonds in Höhe von 20 Millionen Euro pro Jahr als Sonderlösung abgerechnet. Die Bundesagentur für Arbeit bezahlt diesen Beitrag dabei pauschal an den Fonds und kann den Beitragsanteil der erwähnten Personengruppen dabei verwaltungstechnisch vereinfacht einziehen.

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Relevant ist der Zusatzbeitrag Pflegeversicherung besonders für kinderlose Auszubildende

Im Regelfall müssen auch Auszubildende den Zusatzbeitrag Pflegeversicherung zahlen. Die einzige Ausnahme bildet hierbei ein Minderverdienst. Wenn Auszubildende ein Monatseinkommen von unter 325 Euro haben, sind sie von dem Beitragszuschlag von 0,25 Prozent zur gesetzlichen Pflegeversicherung befreit und bezahlen die gewöhnlichen 2,05 Prozent zu Sozialversicherung. Die Zusatzbeiträge werden zwar dann dennoch eingezogen, jedoch verpflichtet sich in diesem Fall der Arbeitgeber für die Zahlung. Die aktuellen Pflegeleistungen können Sie hier einsehen. 

Pflegeversicherung Geburt

Um bei der Geburt eines Kindes vom Zusatzbeitrag Pflegeversicherung befreit zu werden, muss nachgewiesen werden, dass Sie Mutter oder Vater des Kindes sind. Um diesen Nachweis zu erbringen sind verschiedene Dokumente ausreichend, auch als Kopie. Die Geburtsurkunde als klassische Variante, eine steuerliche Lebensbescheinigung durch das Einwohnermeldeamt ausgestellt, eine Adoptionsurkunde, der Kindergeldbescheid, eine Urkunde zur Feststellung (oder Anerkennung) der Vaterschaft oder der Nachweis des Muttergeldbezugs.

Zusatzbeitrag Pflegeversicherung

Bis zum 31.Dezember 2012 lag der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung bei 1,95 Prozent des versteuerbaren Einkommens, bei kinderlosen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen lag der Beitrag entsprechend bei 2,20 Prozent. Ab dem 1. Januar 2013 wurden beide Beträge jeweils um 0,10 Prozent angehoben, sodass der aktuelle Beitragszuschlag bei 0,25 Prozent geblieben ist und der gesamte zu zahlende Beitrag für Kinderlose bei 2,30 Prozent des versteuerbaren Einkommens liegt. Auch 2014 liegt dieselbe Regelung wie im Vorjahr vor. In 2017 wurden die Beiträge erneut berechnet:

  • Arbeitnehmer (gesamtes Bundesgebiet): 2,55 %
  • Arbeitnehmer Sachsen: 1,775 %
  • Rentner und freiwillig Versicherte: 2,55 %
  • Beihilfeberechtigte sowie Pensionäre: 1,275 %
  • Pflegeversicherung für Beamte: 1,275 %

Das Existenzminimum und der Beitragszuschlag in der Analyse

Dem Thema Sicherung des Existenzminimums kommt in der Bundesrepublik Deutschland eine wichtige Bedeutung zu. Auch in diesem Fall gibt es bei der Regelung des Zusatzbeitrages zur Pflegeversicherung eine Sonderregel, die dafür sorgt dass die Höhe der Sozialhilfeleistung durch die Existenz des Beitragszuschlags nicht angetastet wird. Bei der Berechnung des Sozialhilfeanspruchs wird das versteuerte Einkommen nach Abzug aller Beiträge zur Sozialversicherung als Grundlage genommen. Mit anderen Worten ausgedrückt zahlt der Sozialhilfeempfänger zwar den Zusatzbeitrag, aber bekommt ihn indirekt von der Bundesagentur für Arbeit bei der Sozialhilfezahlung quasi erstattet.

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Eine zusätzliche private Pflegeversicherung ist sinnvoll

Private Pflegeversicherungen können das private Versicherungsportfolio besonders in den kommenden Jahrzehnten sinnvoll ergänzen. Während die gesetzliche Pflegeversicherung in ernsten Pflegefällen – besonders professionelle stationäre Pflege – nur unzureichend leistet, können gute private Pflegeversicherungspolicen einen sicheren Rundumschutz gewährleisten.

Zusatzbeitrag Pflegeversicherung 2017

Ein Online-Tarifvergleich ist sinnvoll für eine Erstabschätzung des Monatsbeitrages und der Versicherungsleistung. Unsere unabhängigen Versicherungsberater stehen Ihnen zusätzlich gerne zur Seite. Ein aktueller Test der Stiftung Warentest in dem Magazin Finanztest hat in der Ausgabe 05/2013 48 aktuelle Pflegetagegeldtarife sowie staatliche geförderte Pflege-Bahr Tarife untersucht und kommt auf folgendes Ergebnis:

Die genannten Pflegetagegeldpolicen schneiden dabei laut Finanztest 05/2013 deutlich besser als die staatlich geförderten Pflege-Bahr-Konzepte. Obwohl diesen eine jährliche staatliche Förderung von 60 Euro zu Grunde liegt und damit der Versicherungseinstieg erleichtert wird, können Sie in der tatsächlichen Versicherungsleistung in der Regel nicht überzeugen. Auch Vertragsbedingungen und Flexibilität sind schlechter als in vergleichbaren Tagegeldtarifen.

Zusatzbeitrag für die gesetzliche Pflegeversicherung 2017

Auch im Jahr 2014 bleibt der Zusatzbeitrag Pflegeversicherung eine wichtige Größe in der Sozialversicherungslandschaft. Der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung liegt derzeit bei 2,55 Prozent, die anteilig zur Hälfte jeweils vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen werden. Problematisch könnte die Entwicklung des Pflegebeitrags der Sozialversicherung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten im Rahmen der demografischen Alterung werden. Immer weniger Geld muss für immer mehr Ältere Menschen ausreichen. Der Zusatzbeitrag Pflegeversicherung für Kinderlose beträgt zurzeit 0,25 Prozent zusätzlich zum Standard-Beitragssatz, die allerdings komplett vom Versicherten gezahlt werden müssen. Im Gegensatz zum Grundbeitrag erfolgt hier keine gleichmäßige Aufteilung. Eine zusätzliche Absicherung durch eine private Pflegeversicherung empfiehlt sich unabhängig von der Entwicklung der gesetzlichen Pflegeversicherung in jedem Fall. Mehr auch hier.

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Quellen zum Thema Zusatzbeitrag Pflegeversicherung 2017