TK Pflegeversicherung Test

In Deutschland wird die Bevölkerung immer älter. Damit steigt auch die Zahl der Menschen, die im Alltag Unterstützung benötigen. Hier springt die gesetzliche und private Pflegeversicherung ein. Sobald ein Versicherter einer der Pflegestufen zugeordnet wird, zahlt die TK Pflegeversicherung den Pflegesatz, der der Pflegestufe und der Pflegesituation (ambulant/Heimunterbringung/Pflege durch Angehörige) entspricht. Zum aktuellen Test gelangen Sie auch hier.
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TK Pflegeversicherung Test 2017: Wer ist in der TK pflegeversichert

TK Pflegeversicherung Test

Im Regelfall sind alle Versicherten, die in der TK gesetzlich krankenversichert sind, dort auch pflegeversichert. Doch auch hierbei gibt es Ausnahmen: Zeitsoldaten, Menschen mit einem Wohnsitz im Ausland sowie Versorgungs- oder Fürsorgeberechtigte (z. B. durch das Versorgungsamt) können bei der TK eine Pflegeversicherung abschließen, ohne bei ihr krankenversichert zu sein.

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Was kostet die Pflegeversicherung

Wie auch der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung hängt der Beitrag für die Pflegeversicherung in den meisten Fällen vom Einkommen ab. Der allgemeine Beitragssatz liegt derzeit bei 2,05 %, für kinderlose Versicherte über 23 Jahren bei 2,3 % vom beitragspflichtigen Einkommen. Dabei liegt die Beitragsbemessungsgrenze 2013 bei monatlich 3.937,50 Euro. Das ist das Einkommen, das höchstens für die Beitragsberechnung herangezogen wird. Das heißt, dass der Beitrag für die Pflegeversicherung ab dieser Einkommenshöhe nicht mehr ansteigt. Die Beitragsbemessungsgrenze wird jährlich neu von der Bundesregierung festgelegt. Für 2014 wird sie bei monatlich 4.050,00 Euro liegen. Seit 2017 liegt die Beitragsbemessunggrenze bei 4.800.

In 2017 hat es wieder eine Beitragsanpassung gegeben:

 Für Personen mit KindernFür Kinderlose
Beitragssatz seit 20132,05 Prozent2,35 Prozent
Nach der 1. Phase der Pflegereform2,35 Prozent2,65 Prozent
Nach der 2. Phase der Pflegereform2,55 Prozent2,85 Prozent

Die Entwicklung der Jahresentgeltgrenze bis 2017:

JahrAllgemeinBesondereÄnderung zum Vorjahr
201049.950 EUR45.100 EUR+/- 0 EUR
201149.500 EUR44.550 EUR-450 EUR
201250.850 EUR45.900 EUR+1.350 EUR
201352.200 EUR47.250 EUR+350 EUR
201453.550 EUR48.600 EUR+1.350 EUR
201554.900 EUR49.500 EUR+1.350 EUR
201656.250 EUR50.850 EUR+1.350 EUR
201757.600 EUR52.200 EUR+1.350 EUR

Wer zahlt die Beiträge zur Pflegeversicherung

In den meisten Bundesländern teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitnehmer die Kosten für die Pflegeversicherung hälftig, sodass jeweils 1,025 % der Beitragszahlungen übernommen werden. Das gilt in gleichem Maße für den erhöhten Beitragssatz, der für Kinderlose, die älter als 23 Jahre alt sind, erhoben wird. Eine Ausnahme macht hier Sachsen: Im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern wurde hier mit der Einführung der Pflegeversicherung nicht der Buß- und Bettag abgeschafft. Als finanziellen Ausgleich zahlen dafür die sächsischen Arbeitnehmer 1,525 % ihres beitragspflichtigen Einkommens, während bei den Arbeitgebern lediglich 0,525 % verbleiben.

Gibt es Abweichungen von dieser Tarifstruktur

  • – Freiwillig in der TK gesetzlich krankenversicherte Beamte zahlen einen Beitragssatz von 1,025 %, der Dienstherr leistet keine Zahlungen für die Pflegeversicherung. Daraus ergibt sich, dass bei der Inanspruchnahme der Pflegeversicherung auch nur der halbe Pflegesatz gezahlt wird.
  • -Die meisten Studenten, die unter 25 Jahre alt sind, sind in der Familienversicherung ihrer Eltern auch in der Pflegeversicherung mitversichert. Mit Beginn des 26. Lebensjahres müssen 12,24 Euro gezahlt werden, von kinderlosen Studierenden über 23 werden 13,73 erhoben. BAföG-Empfänger erhalten vom BAföG-Amt einen Beitragszuschuss.

Welche Zusatztarife werden angeboten

Die TK bietet als Ergänzung zur gesetzlichen Pflegeversicherung auch eine private Pflegezusatzversicherung an. Sie wird gezahlt, sobald der Versicherte vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) als Pflegefall in eine der Pflegestufen 0-3 eingruppiert wird. Der Pflegesatz wird hier als Pflege-Tagesgeld ausgezahlt, dessen Höhe vertraglich festgelegt wurde und das von der Einstufung in eine der Pflegestufen abhängt. Dabei kommt es nicht darauf an, wie hoch die tatsächlich durch die Pflege entstehenden Kosten sind.

Für welchen Versicherungsfall tritt die Pflegezusatzversicherung ein

Es werden im sog. Tarif PflegePlus keine Pflegezusatzversicherungen für die Pflegestufen 0 (Demenz) und 1 angeboten, sondern nur für die Pflegestufe 3 sowie eine Kombi-Versicherung, die bei einer Eingruppierung in die Pflegestufe 2 oder 3 eintritt. Für einen Extra-Service wurde der Tarif PflegeXtra eingerichtet: Ein Pflegemanager vermittelt bei Bedarf ambulante Pflegedienste, Einkaufs- oder Haushaltshilfen oder ähnliche Serviceleistungen.

Wie hoch sind die Kosten für eine Pflege-Zusatzversicherung bei der TK

Der Pflegesatz bei der angebotenen Pflegezusatzversicherung beträgt mindestens 600,– Euro und höchstens 3.000,– Euro pro Monat. Die Höhe des dafür zu zahlenden Beitragssatzes hängt vom Eintrittsalter ab und steigt um so mehr an, je älter der Versicherte bei Vertragsschluss ist. Zur Veranschaulichung sollen zwei Beispiele dienen:
Für einen Versicherungsbeginn am 1. Januar 2014 wird für einen dann 50-jährigen Arbeitnehmer bei einem Beitragssatz von monatlich 20,– Euro eine Versicherungsleistung von 8,– Euro pro Tag (= 240,– Euro monatlich) im Tarif Pflege3 (also nur bei Eingruppierung in Pflegestufe 3), für den Tarif Pflege 2+3 werden bei gleicher Beitragshöhe im Versicherungsfall pro Tag 17,92 Euro (= 537,60 Euro) ausgezahlt. Für den zusätzlich vereinbaren Tarif PflegeXtra wird monatlich 1,– Euro erhoben.

Ist die TK der Direktanbieter der Pflegezusatzversicherung

Die TK tritt hier nur als Vermittler auf. Der eigentliche Vertragspartner ist die ENVIVAS Krankenversicherung AG, die nur für Mitglieder der TK private Zusatzversicherungen anbietet. Sie gehört zur Unternehmensgruppe GENERALI Deutschland.

Wird die Pflegezusatzversicherung staatlich gefördert

Um die staatliche Förderung von 60,– Euro pro Jahr zu erhalten, kann eine Versicherung nach dem Tarif PflegeAktiv abgeschlossen werden. Sie kommt im Gegensatz zum Tarif PflegePlus ohne eine Gesundheitsprüfung aus.

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Unter welchen Voraussetzungen wird die staatliche Zulage gezahlt

Dazu muss die Pflegezusatzversicherung bestimmte Merkmale erfüllen, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Dazu gehören:

  • – Bis zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses hat der Versicherte keine Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung (sowohl soziale Pflege- als auch private Pflegepflichtversicherung) erhalten.
  • – Der Kunde ist nicht in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert.
  • – Es wurde kein zulagenberechtigter Pflegetarif mit einem anderen Versicherer vereinbart.
  • – Der Versicherte ist volljährig.
  • – Der Versicherte hat seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland.

Was kostet eine Pflegezusatzversicherung im Tarif PflegeAktiv

Ein 50-Jähriger zahlt einen monatlichen Versicherungsbeitrag von 10,54 Euro, wenn er bei einer Pflegebedürftigkeit einen Tagessatz von 20,– Euro vereinbart hat. Im Versicherungsfall erhält er dann 10 % dieses Tagessatzes bei einer „erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz“ (Demenz), 20 % bei einer Zugehörigkeit zur Pflegestufe I, 30 % bei Pflegestufe II und den vollen Tagessatz bei Pflegestufe III. Ein 70-jähriger Versicherter würde für denselben Leistungsumfang monatlich 38,35 Euro Versicherungsbeitrag zahlen müssen. Würde der 50-Jährige den maximalen Tagespflegesatz von 63,– Euro vereinbaren, müsste er einen Monatsbeitrag von 41,71 Euro zahlen, der 70-Jährige hätte mit monatlich 131,55 Euro zu rechnen.

Wie kann eine TK Pflegeversicherung abgeschlossen werden

Ein Versicherungsvertrag kann entweder über die TK-Homepage TK.de oder über die Webseite der ENVIVAS ENVIVAS.de abgeschlossen werden. Kunden haben die Wahl zwischen einem Online-Abschluss oder der Zusendung der Unterlagen per Post.

Weshalb gibt es die gesetzliche Pflegeversicherung

Alle in Deutschland Krankenversicherten sind grundsätzlich auch pflegeversichert: gesetzlich Versicherte bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse oder der Bundesknappschaft, privat Versicherte bei ihrer privaten Krankenversicherung. Kommt es zu einer Einstufung des Versicherten in eine der Pflegestufen, übernimmt die Pflegeversicherung die Pflegekosten für eine ambulante oder (teil-) stationäre Pflege, die Kosten für Hilfsmittel und teilweise Kosten für Umbaumaßnahmen der Wohnung, um eine Heimunterbringung des Pflegebedürftigen zu verhindern. Die gesetzliche Pflegeversicherung unterstützt jedoch nicht an einer Demenz leidende Patienten oder eine stärkere Zuwendung, wenn sich der Betreute in einer Lebenskrise befindet.

TK im Test der Anbieter einer Pflegeversicherung

Diese Versicherungsart wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2013 eingeführt und basiert auf dem Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG). Sie soll die Lücken der gesetzlichen Pflegeversicherung schließen und Versicherte dazu anhalten, sich freiwillig stärker gegen das finanzielle Risiko, zum Pflegefall zu werden, abzusichern. Auf diese Weise wollte die Bundesregierung erreichen, dass in Zukunft seltener für Pflegefälle aus der Staatskasse eingetreten werden muss. Informationen nicht nur zur TK Pflegeversicherung und zum Test finden Sie auch unter https://www.pflegeversicherung-heute.de/.

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Quellen: