3 und Härtefall, Allgemein

Pflegeversicherung Stufe 1, 2, 3 und Härtefall

Die Leistungen einer Pflegeversicherung richten sich im Falle des Bedarfs nach der Einstufung durch den medizinischen Dienst. In der Regel spricht dieser eine Empfehlung für die Versicherung aus und diese orientiert ihre Auszahlungen an dieser Einstufung. Der Untersuchende unterscheidet vier Pflegestufen von 0 über 1, 2 und 3. Innerhalb der Pflegestufe 3 existiert noch einmal eine Abstufung zum Härtefall. Die Unterschiede liegen vor allem in den Leistungen sowie in der Pflege an sich. Die Leistungen belaufen sich auf zwischen 450 und 1.550 Euro. Seit dem 01.01.2017 wurden neue Pflegegrade eingeführt, die psychische und physische Erkrankungen gleichwertig berücksichtigen sollen. 

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Pflegeversicherung Stufe 1, 2, 3 und Härtefall: Leistung Pflegestufe

Eine Pflegeversicherung wird nur bei Bedarf und auf Antrag ausgezahlt. Im Vorfeld muss durch den medizinischen Dienst oder entsprechende private Unternehmen geprüft werden, in welche Pflegestufe der Betroffene gehört. Je nach Pflegestufe stehen dem Antragsteller unterschiedliche finanzielle und medizinische Leistungen von Seiten seines Versicherers zu. Bereits im Studium ist eine private Absicherung interessant.

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5 neue Pflegegrade seit 2017

Seit dem 01.01.2017 wurden neue Pflegegrade eingeführt, die psychische Erkrankungen mehr berücksichtigen sollen. Der Gesetzgeber plant höhere Leistungen im Falle einer Pflege zu entrichten. Diese Leistungen werden wiederum mit einer Beitragsanpassung ausgeglichen. Die neuen Pflegegrade ab 2017:

PflegestufePflegegrad
Neu ab 2017I
Pflegestufe 0 + III
Pflegestufe I + eingeschränkte Alltagskompetenz + IIIII
Pflegestufe II + eingeschränkte Alltagskompetenz + IIIIV
Pflegestufe III + eingeschränkte Alltagskompetenz & III mit HärtefallV

Pflegestufen 1 ,2, 3 der Pflegeversicherung

Leistungen aus einer Pflegeversicherung erhält der zu Pflegende, sobald geprüft und bewilligt wurde, ab dem Tag der Antragstellung. Stellen Sie Ihren Antrag also rechtzeitig, damit rückwirkend im Pflegefall für medizinische Versorgung aufgekommen wird. In der Regel wird der Bürger der Stufe 1, 2 oder 3 zugeteilt, was mit unterschiedlichen Vergütungen gleichzusetzen ist. Letztendlich entscheidet der Medizinische Dienst über die Einstufung.

Leistungen und Ansprüche je nach Pflegestufe

Pflegeversicherung Stufe 1
Pflegeversicherung Stufe 1, 2, 3 und Härtefall

Die Pflegestufen richten sich nach Art und Schwere des Pflegefalls und nach Bedarf an medizinischer Unterstützung. Für Pflegesachleistungen, d.h. wenn ein ambulanter Pflegedienst den Betroffenen in dessen Zuhause pflegt, erhält ein Betroffener in der Pflegestufe I beispielsweise 450 Euro monatlich, in Stufe II bis zu 1.100 Euro und in Stufe III 1.550 Euro pro Monat in der Pflege.

Die neuen Leistungen ab 2017:

LeistungsbetragPG IPG IIPG IIIPG IVPG V
teilstationär 689€ 1.298€1.612€ 1.995€
vollstationär125€ 770€1.262€1.775€2.005€

Pflegesachleistungen – Betreuung im eigenen Zuhause

Pflegeversicherte können im Falle einer Erkrankung Ansprüche auf finanzielle Unterstützung für die häusliche Pflege erhalten. Eine solche ambulante Betreuung reicht von der Hilfe im Haushalt bis zur häuslichen Betreuung. Je nach Einstufung in eine Pflegestufe erhält der Betroffene zwischen 450-1.550 Euro Unterstützung für die benötigte ambulante Fürsorge. Es sorgt die Familie für die Pflegebedürftigen

Pflegesachleistungen ab 2017:

  1. Pflegegrad II: 698€
  2. Pflegegrad III: 1298€
  3. Pflegegrad IV: 1612€
  4. Pflegegrad V: 1995€

Pflegestufe 3 und Härtefall (Pflegestufe 4)

Als Härtefall werden die Schwerstpflegebedürftigen der Pflegestufe 3, also der höchsten Kategorie, bezeichnet. Gelegentlich spricht der Verbraucher auch von Pflegestufe 4 und meint damit einen solchen Härtefall. Als Härtefall gelten all jene, für die eine Unterstützung nach Pflegestufen nicht mehr ausreichend ist. Ein Härtefall kann bis zu 1.918 Euro monatlich an Unterstützung aus seiner Pflegeversicherung beziehen. In 2017 erhält ein Härtefall sogar bis zu 2.005 EUR.

Einstufung durch den medizinischen Dienst ab Pflegeversicherung Stufe 1

Zu welcher Stufe ein Versicherter im Pflegefall gehört, prüft in der Regel der medizinische Dienst für die Versicherungen. Gegebenenfalls kann er auch eine Empfehlung in die Einstufung als Härtefall aussprechen, wenn sonst die finanzielle und medizinische Versorgung nicht gewährleistet werden könnte. Geprüft wird durch einen Hausbesuchs mit Gespräch und Untersuchung, Fragebögen, Ärztegutachten etc..

Zuschläge für Menschen mit Einschränkung der Alltagskompetenz z.B. Demenz

Seit der Pflegereform der BRD vom 01. Januar 2013 erhalten Menschen mit Demenz oder ähnlichen alltagseinschränkenden Erkrankungen gesonderte Zuschläge und Unterstützung durch die Versicherer. Wenn ein solcher besonderer Betreuungsbedarf vorliegt, erhält der Betroffene gesonderte Auszahlungen zwischen 225 -2.250 Euro. Dies gilt nur für uneingestufte Pflege fällt, Stufe 1 oder 2, nicht aber für Pflegestufe 3 oder Härtefälle.

Bündeln von Pflegeversicherungsleistungen („Poolen“) – gemeinsam Wohnen

Das sogenannte „Poolen“ soll das Wohnen in betreuten Wohngemeinschaften fördern und somit eine sichere Alternative zum Altersheim bieten. Neuerdings können Gelder aus Pflegeversicherungen zusammengelegt werden und somit Miete und andere Kosten geteilt werden. Auch kann so gespart werden, weil Pflegepersonal nur einmalig anfahren muss usw. und so bleibt mehr Geld für andere Pflegeleistungen.

Pflegegeld für Pflegepersonen zum Beispiel aus der Familie

Übernehmen Angehörige oder ehrenamtliche Pfleger wie zum Beispiel Nachbarn oder Freunde die Unterstützung eines Pflegefalls, können diese für ihre Hilfe Pflegegeld erhalten. Je nach Pflegestufe errechnen sich wieder unterschiedliche Beträge: Pflegestufe 1 erhält 235 Euro monatliches Pflegegeld im Falle einer ehrenamtlichen Pflege, Stufe 2 erhält 440 Euro/monatlich und Stufe 3 monatlich 700 Euro.

Auch diese Leistungen wurden in 2017 erhöht:

PflegegradmonatlicheLeistung
PflegegeldPflegedienst
ohne Demenz
II316€689€
III545€1.298€
IV728€1.612€
mit Demenz
II316€689
III545€1.298€
IV728€1.612€
V901€1.995€
V (Härtefall)901€1.995€

Pflegegeldzuschläge für Menschen mit Alltagseinschränkung

Ähnlich wie bei den Pflegesachleistungen erhält der Versicherte auch beim Pflegegeld seit Beginn des Jahres 2013 Zuschläge in der Pflegestufe 1 und 2, sofern er von einer Einschränkung der Alltagskompetenz betroffen ist. Hierunter zählen zum Beispiel an Demenz Erkrankte. Stufe 1 erhält einen monatlichen Zuschlag in Höhe von 305 Euro, Stufe 2 bekommt 525 Euro, wer noch keiner Stufe zugeteilt wurde 120 Euro monatlich.

Pflegesachleistungen und Pflegegeld kombinieren

Es ist möglich Gelder aus beiden Versicherungsleistungen im Pflegefall zu verrechnen. Steht einem beispielsweise mehr Geld für die Pflegesachleistung zu, als der Bedürftige tatsächlich verbraucht, kann die eingesparte Summe in Form des Pflegegeldes zusätzlich ausgezahlt werden. Sparsamkeit lohnt sich also in diesem Falle und kommt dem Versicherten zugute.

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Pflegestufe 1 – Erhebliche Pflegebedürftigkeit

Wer von seiner Versicherung in die Pflegestufe 1 eingeteilt wurde, hat Bedarf bzw. Anspruch auf tägliche Hilfe zum Beispiel bei Körperpflege oder Ernährung. Außerdem wird der Bedarf einer Haushaltshilfe in dieser Pflegestufe anerkannt. Im Wochenschnitt sollte die tägliche Hilfe etwa 90 Minuten umfassen. Davon sollte die Hälfte der Zeit auf die Grundpflege entfallen.

Finanzielle Versorgung für Pflegestufe 1

Alle Pflegefälle der Stufe 1 erhalten für die häusliche, d.h. ambulante Pflege entweder 235 Euro Pflegegeld oder 450 Euro Pflegesachleistungen monatlich. Außerdem 450 Euro für die Tagespflege oder bei einer vollstationären Pflege monatlich 1.023 Euro.

Pflegestufe 2 – Schwerpflegebedürftigkeit

Schwerpflegebedürftig ist, wer mindestens dreimal täglich der pflegerischen Grundhilfe bedarf und zusätzlich im Haushalt bei leichteren Tätigkeiten unterstützt werden muss, da er aufgrund seiner Einschränkungen den Haushalt nicht mehr vollständig allein bewältigen kann. Im Durchschnitt erhält die Pflegestufe 2 drei Stunden Pflege bzw. Hilfe pro Tag.

Pflegeversicherungsleistungen für Pflegestufe 2

In der Pflegestufe 2 stehen dem Versicherten für die häusliche Pflege entweder 220 Euro Pflegegeld oder aber 1.100 Euro Pflegesachleistungen zu, je nach Bedarf. Für eine Tagespflege berechnet die Versicherung 1.100 Euro monatlich, für eine stationäre Pflege bis zu 1.279 Euro im Monat.

Pflegestufe 3 – Schwerstpflegebedürftigkeit

In der Regel spricht der Experte von Schwerstpflegebedürftigkeit, wenn der Betroffene 24 Stunden Pflege bzw. Aufsicht und Beistand benötigt und um den Alltag zu bewältigen zusätzlich mehrfach innerhalb einer Woche hauswirtschaftliche Unterstützung in Anspruch nehmen muss. In dieser höchsten Stufe beträgt der Pflegeaufwand pro Tag im Schnitt fünf Stunden. Weitere Themen zur privaten Krankenkasse wie unter anderem:

Finanzielle Hilfe für Pflegestufe 3 Betroffene
Außer dem Härtefall ist diese Pflegestufe am stärksten auf die Unterstützung aus einer Pflegeversicherung angewiesen und erhält für die häusliche Pflege monatlich zwischen 700 Euro Pflegegeld und/oder 1.550 Euro Pflegesachleistungen. Für eine Tagespflege stehen dem Versicherten dieser Stufe 1.510 Euro zu. Bei vollstationärer Pflege eben soviel wie für die Tagespflege.

Seit 2017 mit den neuen Pflegegraden:

  1. Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit (12,5 bis unter 27 Punkte)
  2. Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit (27 bis unter 47,5 Punkte)
  3. Pflegegrad 3: Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit (47,5 bis unter 70 Punkte)
  4. Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit (70 bis unter 90 Punkte)
  5. Pflegegrad 5: Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (90 bis 100 Punkte)
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Härtefallregelung

Wenn der Zeitaufwand der täglichen Pflege auf mindestens sechs Stunden täglich anwächst und die nächtliche Pflege nur von mehreren Pflegekräften gewährleistet werden kann, spricht der Fachmann von einem Härtefall. Natürlich braucht auch ein solcher Pflegefall hauswirtschaftliche Unterstützung. Für diesen Mehraufwand in der Pflege erhält der Versicherte auch mehr Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Zusätzliche Leistungen in Pflegestufe 3 bei Härtefällen

Versicherte der Pflegestufe 3, die einen erhöhten Bedarf an Pflege, Unterstützung und Aufsicht haben, werden als Härtefälle eingestuft und erhalten darum monatlich mehr Leistungen als regulär für die Stufe 3 berechnet wird. In der häuslichen Pflege sind das im Vergleich zur regulären Auszahlung 368 Euro mehr monatlich, also insgesamt 1.918 Euro für Pflegesachleistungen. Bei einer vollstationären Pflege erhält ein Härtefall 1.918 Euro monatlich.

Pflegestufe 0

Neben den gängigen Einstufungen in Pflegestufe 1, 2, 3 und Härtefall existiert auch die Pflegestufe 0. Diese steht für all jene Fälle, die entweder keinen oder nur einen geringen Pflegebedarf aufgrund einer Erkrankung oder des Alters haben. Dies betrifft zum Beispiel demenzkranke Menschen, die keiner ambulanten oder stationären Pflege bedürfen, wohl aber Unterstützung im Alltag benötigen.

Auszahlungen für Pflegestufe 0

Gesetzlich existiert die Pflegestufe 0 nicht. Trotzdem kann eine Person, die Unterstützung im Alltag benötigt, bei seiner Pflegeversicherung einen Antrag auf finanzielle Unterstützung stellen. Wird die sogenannte eingeschränkte Alltagskompetenz vom medizinischen Dienst bestätigt, hat der Betroffene jährlich einen Anspruch auf Zuschüsse bis zu 2.400 Euro. Informationen rund um den Zusatzbeitrag bei private Pflege auch hier.

Pflegeversicherung nach Pflegestufen 1, 2, 3 und dem seltenden Härtefall

Die Regelung der Leistungen nach Pflegestufen 1,2,3 und Härtefall dient einer gerechten und bedarfsorientierten Verteilung der Güter aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Dies kann zu Finanzierungslücken führen, da die Versorgung meist teurer ist, als die tatsächliche Unterstützung leistet. Wer keiner Pflegestufe zugeteilt werden kann (Stufe 0) erhält zum Beispiel nur bis zu 2.400 Euro jährlich für Haushaltshilfen. Andere bekommen die Stufen 1,2,3 oder sind ein Härtefall. Die Leistungen für die Pflege liegen zwischen 450 und 1.550 Euro. Ob sich darum eine private Pflegeversicherung für den Notfall lohnt, kann https://www.pflegeversicherung-heute.de/ werden.

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Quellen zum Thema Pflegeversicherung Stufe 1

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