Pflegeversicherung sinnvoll oder nicht

Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt immer nur einen bestimmten Teil der Kosten ab, wenn die Versicherten auf Pflege angewiesen sind. Eine private Pflegezusatzversicherung verhindert hingegen aufkommende Versorgungslücken und stellt Geld bereit, dass es bei der Pflichtversicherung nicht gibt. Aus diesem Grund ist eine zusätzliche Absicherung in Form einer Pflegeversicherung sinnvoll für Versicherte und Angehörige. Was es dabei zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

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Pflegeversicherung sinnvoll oder nicht und deren Kosten

Krankenversicherung

Pflegeversicherung sinnvoll oder nicht

Für eine gute Pflegezusatzversicherung zahlen Versicherte im Monat nicht mehr als 55 Euro (Quelle). Diesen Beitrag hat das Verbrauchermagazin Finanztest für einen 45 Jahre alten Modellkunden errechnet. Günstiger wird die Versicherung natürlich dann, wenn die Versicherungsnehmer jünger sind. Verglichen mit den finanziellen Mitteln, die im Pflegefall von der Pflegeversicherung zur Verfügung gestellt werden, sind diese monatlichen Kosten jedoch nur minimal. Denn im Pflegefall sollten monatlich mindestens 3.000 Euro eingeplant werden. Zum Pflegeversicherung Test geht es hier. Erfahren Sie, welcher Tarif für Sie am besten passt.

Modellrechnung verdeutlicht den Nutzen, dass eine Pflegeversicherung sinnvoll ist

Berechnen wir einmal die gesamten Beiträge einer solchen Zusatzversicherung. Einstiegsalter des Versicherten mit 45 Jahren, Ende der Versicherungslaufzeit mit 65 Jahren.

Zu zahlende Beiträge gesamt: 19.800 Euro

Sollte das Geld nicht in einen Versicherungsschutz geflossen sein, so kann die nun pflegebedürftige Person lediglich etwa 7 Monate für die Pflege selbst aufkommen. Anschließend sind die finanziellen Reserven aufgebraucht. Mit einem Zusatzschutz bestehen jedoch lebenslange Ansprüche unabhängig der anerkannten Pflegestufe. Anhand der Rechnung wird klar, dass der Schutz durchaus sinnvoll ist.

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Pflegezusatzversicherung ist die ideale Altersvorsorge

Ohne einen zusätzlichen Schutz müssen die Kosten im Pflegefall mit der eigenen Rente oder mit dem Einkommen der Angehörigen gezahlt werden. Zweckmäßig ist daher immer auch eine private Pflegetagegeldversicherung. Somit können nicht nur finanzielle Lücken geschlossen werden, die Versicherten entscheiden auch selbst, wofür das Geld eingesetzt wird.

Update 2019 Finanztest für die private Pflegeversicherung (Stand 2017)

Stiftung Warentest hat die geförderten und die normalen Tarife der privaten Pflegeversicherung untersucht. Im Bereich der Pflege- Bahr konnte die DFV ein Testurteil von „sehr gut“ erhalten und damit den Testsieg für sich bestimmen. Bei den privaten Pflegetagegeldtarifen ohne Förderung konnte sich die Württembergische (PTPU) gegen alle Mitbewerber durchsetzen.

Tarife ohne Förderung 45-jährige:

TestplatzAnbieterTarifBewertung
Testplatz 01WürttembergischePTPUSEHR GUT (1,2)
Testplatz 02HanseMerkurPASEHR GUT (1,4)
Testplatz 03AllianzPZTB03, PZTE03, PZTA03GUT (1,6)
Testplatz 04DFVDFV Deutschland-PflegeGUT (1,7)
Testplatz 05Bayerische BeamtenkrankenkassePflegePremium PlusGUT (1,9)
Testplatz 06MecklenburgischeProMe PflegeplusGUT (1,9)
Testplatz 07UKV
PflegePremium PlusGUT (1,9)
Testplatz 08Axa
Flex0-U, Flex1-U, Flex2-U, Flex3-UGUT (2,0)
Testplatz 09Deutscher Ring
Pflege TopGUT (2,0)
Testplatz 10DKV
KPETGUT (2,0)

Tarife mit Förderung 55-jährige:

Testrang AnbieterTarifBewertung
Testrang 01Württembergische
PTPUSEHR GUT (1,5)
Testrang 02HanseMerkur
PAGUT (1,6)
Testrang 03AllianzPZTB03, PZTE03, PZTA03GUT (1,7)
Testrang 04Axa
Flex1-U, Flex2-U, Flex3-UGUT (2,0)
Testrang 05Bayerische Beamtenkrankenkasse
PflegePremium PlusGUT (2,0)
Testrang 06DFV
DFV-DeutschlandPflegeGUT (2,0)
Testrang 07Huk-Coburg
PT PremiumGUT (2,0)
Testrang 08LVM
PZT KomfortGUT (2,0)
Testrang 09UKV
PflegePremium PlusGUT (2,0)
Testrang 10Pax-Familienfürsorge
PT PremiumGUT (2,2)

Welches Pflegetagegeld auswählen

Die durchschnittlichen Aufwendungen für ein Pflegeheim sowie die medizinische und pflegerische Versorgung liegen bei monatlich etwa 3.000 Euro. Das wären täglich 100 Euro. Diese Höhe sollte in etwa mit der Versicherung vereinbart werden. Genauere Informationen zur Höhe und zu den besten Versicherungen erhalten Sie auch auf der Startseite.

Die Pflegekasse in Deutschland

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung. Wenn es zum Pflegefall kommt, dann wird aber immer nur ein kleiner Teil der Kosten von der Krankenversicherung übernommen. Die Folge sind Lücken in der Versorgung und es droht der finanzielle Ruin. Ein Urteil des Bundesgerichtshofes hat ergeben, dass Kinder für die Pflegekosten aufzukommen haben. Gelingt dies nicht, gibt es auch nur die Mindestleistungen. Eine altersgerechte Pflege ist somit nicht länger gewährleistet.

§ 36 SGB XI, Demenzkranke laut DMRZ

Hier erhalten Sie eine Übersicht der angehobenen Pflegesachleistung mit Inkrafttreten des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes (PNG) und Pflegestärkungs-Gesetz (PSG)
Pflegestufe Pflegegrad 2014 2015 2016 2017 2018
Pflegestufe 0 (mit Demenz) Pflegegrad 2 225 € 231 € 231 € 689 € 689 €
Pflegestufe I Pflegegrad 2 450 € 468 € 468 € 689 € 689 €
Pflegestufe I (mit Demenz*) Pflegegrad 3 665 € 689 € 689 € 1.298 € 1.298 €
Pflegestufe II Pflegegrad 3 1.100 € 1.144 € 1.144 € 1.298 € 1.298 €
Pflegestufe II (mit Demenz*) Pflegegrad 4 1.250 € 1.298 € 1.298 € 1.612 € 1.612 €
Pflegestufe III Pflegegrad 4 1.550 € 1.612 € 1.612 € 1.612 € 1.612 €
Pflegestufe III (mit Demenz*) Pflegegrad 5 1.550 € 1.612 € 1.612 € 1.995 € 1.995 €
Härtefall Pflegegrad 5 1.918 € 1.995 € 1.995 € 1.995 € 1.995 €
Härtefall (mit Demenz*) Pflegegrad 5 1.918 € 1.995 € 1.995 € 1.995 € 1.995 €
Entlastungsleistung ambulant / teilstationär Pflegegrad 1-5 125 € 125 €
Leistungsbetrag stationär Pflegegrad 1-5 125 € 125 €
* = Dauerhafte dementielle
Einschränkung gemäß
§45 a SGB XI

Pflegeversicherung sinnvoll

Angesichts der sehr geringen Leistungen der gesetzlichen Pflegekasse ist ein zusätzlicher Schutz in Form einer privaten Pflegeversicherung nicht nur für die Versicherten selbst sehr sinnvoll. Denn im Ernstfall müssen die Kinder für die Pflegekosten aufkommen. Dies kann lediglich mit einer privaten Versicherung vermieden werden. Weitere Informationen, ob die Pflegeversicherung sinnvoll ist oder nicht, werden auch unter https://www.pflegeversicherung-heute.de/ zur Verfügung gestellt.

Pflegestatistik 2017 hilft bei der Entscheidung

Ob die Pflegeversicherung sinnvoll ist, hierzu gibt auch die Pflegestatistik wichtige Hinweise. In diesem vom Bundesministerium für Gesundheit zuletzt 2017 herausgegebenen Werk finden sich die wichtigsten Zahlen und Fakten rund um die Versicherung. Da es sich um private Vorsorge handelt, ist die Pflegezusatzversicherung in der Statistik nicht erfasst, dennoch ist der Bericht aufschlussreich auch für diejenigen, die überlegen, ob sie eine Pflegetagegeldversicherung abschließen sollen, denn er zeigt aktuelle Tendenzen in Deutschland auf.

Der Vergleich zeigt: Immer mehr Menschen pflegebedürftig

Während 2002 noch 1.888.969 Menschen Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung bezogen, waren es 2007 bereits 2.029.285 Menschen. Ende 2012 bzw. Anfang 2013 waren es bereits 2.396.654 Menschen, wie aus der Geschäftsstatistik der Pflegekassen hervorgeht. 2016 und 2017 werden die Werte nochmal steigen. Dies belegt eindrucksvoll, dass die Pflegebedürftigkeit steigt, obwohl die Bevölkerung insgesamt zurückgeht.

Wer in Deutschland als pflegebedürftig gilt

Nach § 14 SGB XI gelten Personen als Pflegebedürftig wenn sie wegen einer

  • körperlichen
  • geistigen oder
  • seelischen

Krankheit oder Behinderungen im Alltag erhebliche Hilfe brauchen, und zwar mindestens für eine Dauer von 6 Monaten.

Finanztest Test 2015 deckt wahre Kosten der Pflege auf (Stand 2017)

Die Stiftung Warentest hat in ihrem großen Test 2013 ausgerechnet, wie hoch die Kosten für eine gute Versorgung im Pflegefall ist. Sicher ist, dass es im Alter zu einer erheblichen Versorgungslücke kommen kann, da die gesetzliche Pflegeversicherung nur für einen Teil der Kosten aufkommen kann. Den Rest müssen Betroffene selbst zahlen – auch Angehörige sind zur Zahlung verpflichtet. Der folgenden Tabelle kann entnommen werden, mit welchen Kosten mindestens gerechnet werden muss.

LeistungsbetragPG IPG IIPG IIIPG IVPG V
teilstationär 689€ 1.298€1.612€ 1.995€
vollstationär125€ 770€1.262€1.775€2.005€

Wie viel Geld zur Finanzierung einer guten Pflege nötig ist

*Unterkunft und Ernährung im Pflegeheim sind nicht mit eingerechnet

Staat leistet einen Beitrag, finanziert aber nicht vollständig

Der Staat kommt bei Pflegebedürftigkeit zur Hilfe und übernimmt einen Teil der Kosten. Seit 1995 ist nach Sozialgesetzbuch XI jede Person in Deutschland verpflichtet, sich zu versichern. Nach einem Antrag auf Leistungen wird der Pflegebedürftige nach §18 Absatz 2 SGB X vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MdK) begutachtet und in eine Pflegestufe eingeteilt. Anschließend erbringt die gesetzliche Pflegeversicherung Geld- und Sachleistungen.

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Seit 2013: Pflege-Bahr soll Deutsche zur privaten Vorsorge animieren

Um die Bürger zu einer privaten Vorsorge zu animieren, wurde mit dem 1. Januar 2013 von dem damaligen Gesundheitsminister Daniel Bahr der sogenannte Pflege-Bahr eingefühlt. Wird vom Versicherten monatlich mindestens ein Betrag von 10 Euro in die Versicherung einbezahlt, zahlt der Staat 5 Euro an Zuschuss – also 60 Euro pro Jahr. Das 2012 verabschiedete Gesetz stieß auf viel Kritik unter Versicherungsexperten, die den Schutz als unzureichend kritisierten. Die Stiftung Warentest bemängelte, oft lohnten sich die Tarife nicht.

Trotz Förderung steht die Bahr-Police in der Kritik

Die Ratgeber kritisierten hierbei vor allem die zu niedrigen Leistungen. Außerdem schreiben viele Versicherungen den Versicherten vor, dass sie im Pflegefall dennoch jeden Monat weiter zahlen müssen. Positiv wird allerdings bewertet, dass die Versicherer jeden Antragssteller aufnehmen müssen. So bekommen auch ältere Personen noch eine Pflegeversicherung, auch Menschen mit Vorerkrankungen profitieren – hatten sie es doch vorher schwer, an eine entsprechende Versicherung zu kommen, obwohl sie sie am dringendsten brauchen. Erfahren Sie auf diesem Beitrag zur Pflege Bahr.

Pflege-Bahr sinnvoll oder nicht

Auch die Richtung die mit dem Pflege-Bahr aufgenommen wurde, wird generell gelobt. Schließlich ist die chronisch unterfinanzierte Pflegeversicherung seit Jahren ein Thema, getan hat sich aber nicht viel. Wer nur auf die Pflegekasse hofft, wird am Ende eine böse Überraschung erleben. Mit dem Bahr-Tarifen wurde die Versicherung ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Nun sind die Weichen für eine bessere Versorgung der Menschen im Pflegefall gestellt. Lohnt sich also der Pflege-Bahr oder ist doch eher eine private Pflegeversicherung sinnvoll?

Ungeförderte Tarife laut Stiftung Warentest besser

Die Tester von Finanztest raten eher zum Abschluss einer ungeförderten Police – ihrer Meinung nach stellt sie eine wesentlich bessere Vorsorge dar. Denn der Pflege-Bahr reiche nicht aus, um „die finanzielle Lücke im Pflegefall zu schließen. Die nicht geförderten Tarife dagegen lohnen mehr“, so die Experten nach einem umfangreichen Test aller Tarife. Das Pflegegeld, das Versicherte erhalten, sei einfach viel zu niedrig, um im Ernstfall die Kosten für einen Pflegedienst oder ein Heim zu zahlen.

Jung , Rentner oder mit Vorerkrankungen: Für wen sich Bahr trotzdem lohnt

Jeder, der sonst keine Versicherung bekommt, kann aber durchaus beim Pflege-Bahr zugreifen, sollte sich aber bewusst sein, dass wirklich nur ein kleiner Teil der Pflegekosten damit beglichen werden kann. Auch wer sehr jung ist, kann durchaus überlegen, in den Bahr-Tarif einzusteigen, denn dann gibt es weitaus mehr als die Mindestleistungen. Folgende Übersicht zeigt, was im Pflege-Bahr mindestens an Leistungen in den verschiedenen Pflegestufen erbracht werden muss:

Mindestleistungen

  • Pflegestufe 0 = 10 Prozent, also min. 60 Euro
  • Pflegestufe I = 20 Prozent, also mindestens 120 Euro
  • Pflegestufe II = 30 Prozent, also min. 180 Euro
  • Pflegestufe III = 100 Prozent, also min. 600 Euro

Ungenügende Leistungen bei Demenz

Wer nicht im jungen Alter in die in die Pflege-Bahr-Versicherung einsteigt, erhält oft nur noch die Mindestleistungen. Wie unzureichend diese sind zeigt folgendes Beispiel: Ein 85-jähriger, der mit 45 Jahren einen Bahr-Tarif abgeschlossen hat, erkrankt an Demenz. Als Mindestleistung sind hier 60 Euro vorgesehen. So viel kostet die Pflege aber gerade mal pro Tag. Muss er weiter seinen Beitrag bezahlen, bleibt kaum mehr etwas übrig und er muss seine Kinder um Hilfe bitten, wenn die eigene finanzielle Situation es ihm nicht erlaubt, den Beitrag, der zusätzlich anfällt, aus der eigenen Tasche zu begleichen.

Beitrag 2014 im Vergleich sehr günstig

Vorteil der Bahr-Tarife: Die Beiträge sind im Vergleich relativ günstig und sie kommen ohne vorherige Gesundheitsprüfung aus. Die Versicherung kostet selbst für einen 60 jährigen nur in etwa 30 Euro pro Monat. Damit lässt sich auch der enorme Erfolg erklären: Etwa 1500 Policen pro Tag bringen die Versicherer an den Mann. Verbraucher halten sich auch an den Rat, in jungen Jahren zuzugreifen: Die meisten, die den Versicherungsvertrag mit staatlicher Förderung abschließen sind zwischen 25 und 35 Jahre alt. Umso jünger man einsteigt, umso höher die Leistungen, mit den man rechnen kann.

Besonders für kinderlose ist die Pflegekostenversicherung wichtig

Insgesamt fallen bei vielen Menschen bis zum Lebensende einige zehntausende Euro an Pflegekosten an, die selbst übernommen werden müssen, weil die Betroffenen gar nicht oder nicht ausreichend zusätzlich versichert waren. Das kann schlimmstenfalls den finanziellen Ruin bedeuten – und zwar auch für die Angehörigen, die gesetzlich verpflichtet sind zu zahlen. Eine Zusatzversicherung für die Pflegekosten abzuschließen, ist daher äußerst sinnvoll und Teil einer jeden guten Altersvorsorge.

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Prognose: In weniger als 50 Jahren doppelt so viele Pflegefälle

Der Pflegebedarf in der deutschen Gesellschaft steigt – wie die Berechnungen des Bundesgesundheitsministeriums zeigen, wird sich der Bedarf bis 2050 mehr als verdoppeln. Folgende Steigerungen werden dabei angenommen:

  • 2013: 2,48 Mio. Pflegebedürftige
  • 2020: 2,85 Mio.
  • 2030: 3,31 Mio.
  • 2040: 3,64 Mio.
  • 2050: 4,36 Mio.

Demenz – Zahlen und Fakten

Achtung: Hierbei sind Millionen von de facto pflegebedürftigen Menschen aber gar nicht erfasst. Denn diese Berechnungen beziehen sich nur auf Personen, die unter die Pflegestufen I – III fallen. Demenzkranke sind hierbei noch gar nicht erfasst. Dabei ist heute:

  • Jeder Vierte über 85 Jahren in Deutschland dement
  • bei den über 90 jährigen ist es sogar jeder Dritte.
  • Es wird von einer Verdoppelung der Demenzkranken von heute 1,2 Mio. auf 2,5 Mio. bis 2060 gerechnet.

Bei Pflegestufe 0 bekommen nur wenige Angebote die Testnote „Sehr gut“

Und gerade wenn es um die Pflegestufe 0 bzw. Demenz geht, ist nicht jeder Tarif gut, wie die Stiftung Warentest festgestellt hat. Im Stiftung Warentest Pflegeversicherung Test 2014/2013 werden HanseMerkur und die Deutsche Familienversicherung unter anderem auch deshalb zum Testsieger, weil das Leistungsniveau sehr hoch ist. Die Huk-Coburg, die LVM und die Bayrische Beamtenkrasse bekommen bei Demenz die Testnote „gut“. Verbraucher sollten hier auf jeden Fall genauer hinschauen, so die Experten von Finanztest.

Persönlicher Vergleich

Wer im Alter die Pflege nicht von seiner Rente bezahlen will oder gar Angehörige oder schlimmstenfalls das Sozialamt um Hilfe bitten möchte, sollte sich möglichst früh um eine gute Pflegekostenversicherung kümmern. Wie eine Krankenversicherung und Lebensversicherung gehört die Pflegeversicherung zum Versicherungsschutz, den jeder Deutsche haben sollte. Wer die beste Police finden will, sollte einen umfangreichen Vergleich durchführen. Dieser kann hier TÜV-geprüft angefordert werden und ist neutral und unverbindlich.

Wichtig: Flexible Tarife sind besser

Potentielle Interessenten sollten darauf achten, einen flexiblen Tarif zu wählen, das bedeutet dass der Versicherungsnehmer selbst bestimmen kann, wie hoch die Leistungen je Pflegestufe ausfallen sollen. Diese individuelle Festlegung hat den Vorteil, dass hier die Pflegestufe II nicht „überversichert“ werden muss, um bei der ersten Stufe eine ausreichende Leistung zu erhalten. Denn die meisten Pflegebedürftigen fallen unter die erste Stufe. Ob eine Pflegeversicherung sinnvoll oder nicht entscheidet sich oft erst, wenn es zu spät ist.

Überblick: Anteil an Pflegefällen je Pflegestufe

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Zahlen prozentual verteilen. Beachtet wurden hier nur diejenigen Patienten, die zu Hause gepflegt werden, da diese den Großteil der Pflegepatienten stellen:

  • Stufe I: 62,6 Prozent
  • Stufe II: 29,0 Prozent
  • Stufe III: 8,5 Prozent
  • Härtefälle: 1,6 Prozent

Pflegeversicherung sinnvoll oder nicht

Die Pflegeversicherung ist äußerst sinnvoll, deckt sie doch die denjenigen Teil an Pflegekosten den der Staat nicht übernimmt. So kann nicht nur die Grundpflege, sondern auch umfassende Hilfe in hauswirtschaftlichen Angelegenheiten finanziert werden. Verbraucher sollten jedoch sehr genau auf die Vertragsbedingungen achten. Hier ein Überblick mit den wichtigsten Tipps.

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Die wichtigsten Pflegeversicherung Tipps

  • Von der staatlichen Pflegeversicherung wird ungefähr die Hälfte der Kosten übernommen
  • Um die Kostenlücke zu überbrücken, ist die eine Pflegeversicherung sinnvoll
  • Die geförderten Bahr Policen eignen sich besonders für Personen mit Vorerkrankungen oder Ältere
  • Auf Bedingungen bei Pflegestufe 0 achten: Demente Personen benötigen umfangreiche Pflege
  • Je nach Anbieter unterscheiden sich Preise und Leistungen sehr stark