Pflegeversicherung Freibetrag

Pflegeversicherung Freibetrag

Wenn die Eltern ins Heim müssen, weil sie mehr Pflege bedürfen, die man selbst nicht leisten kann, ist dies nicht unbedingt immer entlastend für die Kinder. Denn diese müssen im Zweifelsfall diese Leistung bezahlen, wenn die reguläre Rente nicht für die Zahlungen des Pflegeheims ausreichen. Allerdings wurde bei dem Pflegeversicherung Freibetrag zu Anfang 2015 wieder eine Änderung vorgenommen. In diesem Artikel befassen wir uns mit dem Thema und klären Sie zu den aktuellen Begebenheiten auf.

Profitieren Sie von den günstigen Online-Konditionen und erhalten Sie eine bedarfsgerechte Absicherung, die individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Einfach erklärt – Warum Kinder für ihre Eltern zahlen

Pflegeversicherung Freibetrag
Pflegeversicherung Freibetrag

Unter Ehepartnern ist die Praktik, dem anderen nach einer Scheidung Unterhalt zu zahlen, sehr geläufig. Dass Kinder ihren Eltern finanziell unter die Arme greifen, setzt sich seit einigen Jahren immer mehr durch. Auf diese Weise gewährleistet der Staat, dass die finanziellen Lücken des Betroffenen nicht von ihm gezahlt werden müssen. Geregelt ist dies in der sogenannten Düsseldorfer Tabelle, im Rahmen sogenannter Leitlinien. Verdient das Kind jedoch nicht mehr als einen festgelegten Betrag, kann die Zahlung ebenso verwehrt werden.

Jetzt vergleichen

Die Entwicklung des Freibetrages

Der sogenannte Sockelbeitrag war bis zum Jahr 2011 fest gesteckt. Damals änderte sich der Freibetrag wie folgt:

  • Singles: 1.500 Euro
  • Ehepaare: 2.700 Euro (1.500 Euro für das Kind, 1.200 Euro für den Ehepartner)

Zwischenzeitlich wurde er zum Jahr 2013 schon einmal erhöht. Eine zweite Erhöhung erfolgte zu Beginn des aktuellen Jahres. Seit dem 1. Januar 2015 wurde der Freibetrag wie folgt gesetzt:

  • Singles: 1.800 Euro
  • Ehepaare: 3.240 Euro (1.800 Euro für das Kind, 1.440 Euro für den Ehepartner)

Besonders interessant wird es, wenn es darum geht, wie viel man für den Elternteil zahlen muss. Bei Einzelkindern liegt der Fall klar auf der Hand, schwierig wird es, wenn es Geschwister gibt, die ebenfalls für die kranken Eltern zahlen könnten. In diesem Fall werden die Zahlungen für die Lücken unter ihnen aufgeteilt. Zudem spielen noch weitere Faktoren wie das vorhandene Vermögen eine große Rolle.

Wie hoch darf das Vermögen sein

Auch in Bezug auf das Privatvermögen gibt es Grenzen, die es einzuhalten gibt. Hierbei ist es gesetzlich geregelt, dass bis zu fünf Prozent des Bruttoeinkommens zurückgelegt werden dürfen. Ein 40.000 Euro Bruttojahresverdienst darf also 2.000 Euro pro Jahr für die Altersvorsorge aufwenden. Dies gilt im Grunde für sämtliche Berufsjahre. Bei einem Beispiel von insgesamt 30 Jahren wären dies 60.000 Euro. Diese darf der Angestellte in jedem Fall behalten. Alles was darüber hinausgeht, muss er für seine Eltern als Unterhalt einsetzen. Wichtige Themen im Bereich der Vorsorge:

Jetzt vergleichen

Wenn Sie berechnen wollen, ob Sie unterhaltspflichtig sind

Wenn Sie feststellen lassen möchten, ob Sie selbst unterhaltspflichtig sind, sollten Sie einen Fachmann konsultieren. Bei der Befragung ist es jedoch wichtig, ein paar Richtlinien zu beachten. Bedenken Sie:

  • Welche Höhe werden monatlich für Kredite aufgewendet?
  • Bestehen Unterhaltsverpflichtungen für eigene Kinder?
  • Gibt es berufsbedingte Aufwendungen?
  • Wie hoch ist die eigene private Altersvorsorge?

Bei den monatlich zu zahlenden Krediten darf es sich allerdings nur um jene handeln, die vor dem Eintritt des Pflegefalls abgeschlossen wurden. Zu den berufsbedingten Aufwendungen gehören beispielsweise Fahrtkosten. Die Grundlage für die Berechnung ist derzeit nicht gesetzlich festgelegt, weswegen ein Fachmann weiterhelfen kann.

Wer trägt die Kosten in der Zwischenzeit

Innerhalb der Zeit, zu der noch nicht klar ist, wer für die kranken Eltern einen Beitrag leisten kann, gehen die Sozialhilfeträger in Vorleistung. Geregelt ist dies im Paragraph 94 des zwölften SGB. Seitens des Sozialamtes erfolgt regelmäßig eine Überprüfung der finanziellen Verhältnisse der Kinder. Hierzu versendet das Sozialamt in der Regel einen Fragebogen, der gemäß Paragraph 1605 des BGB auszufüllen ist. Übrigens: Auch die Kindes-Kinder können noch belangt werden, wenn die eigenen Kinder keine Zahlung leisten können.

Änderung bei Notwendigkeit beantragen

Die Stiftung Warentest hat jüngst darüber informiert, wie Betroffene vorgehen können, wenn sie bereits Unterhalt zahlen, durch die Erhöhung des Freibetrages jedoch nicht mehr genug verdienen. Ist dies der Fall, sollte der Betroffene in jedem Fall das Sozialamt dazu auffordern, eine neue Berechnung zu erstellen. Infolgedessen kann es dazu kommen, dass keinerlei weitere Zahlungen mehr zu leisten sind. Wichtig ist, dass Betroffene sich mit der Thematik beschäftigen, um bei Fragen auch die richtigen Antworten geben zu können.

Finanzierung der Eltern ist nicht immer notwendig

Wenn ein Elternteil ins Pflegeheim muss, kommt man gerne auf die Kinder zu, damit diese den Unterhalt zahlen. Denn immer öfter reicht das Geld der Pflegeversicherung nicht aus. Geregelt ist dies im Rahmen des SGB. Doch nicht immer ist es notwendig, dass Kinder für ihre Eltern zahlen. Nämlich, wenn sie die Freibeträge nicht überschreiten. Doch im Einzelfall muss man immer zunächst berechnen lassen, ob ein Unterhalt überhaupt notwendig ist. Informationen im Vorfeld zu sammeln, ist in jedem Fall empfehlenswert.

Jetzt vergleichen
Quellen: