Pflegeversicherung Ehepartner

Die Pflegeversicherung ist immer ein fester Bestandteil der Krankenversicherung. Allerdings kann es vorkommen, dass die Versicherung nicht vollständig ausreicht, wenn der Versicherte einer gewissen Pflege bedarf. Im Zweifelsfall müssen nicht nur die Kinder dafür zahlen, sondern auch der Ehepartner. Mit einer privaten Pflegeversicherung lässt sich dieser finanzieller Aufwand auffangen. Wir haben uns das Thema Pflegeversicherung Ehepartner mal etwas im Detail angesehen und fassen für Sie die wichtigsten Informationen zusammen.

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Bei vielen ist der Ehepartner mitversichert

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Pflegeversicherung Ehepartner

Die gesetzliche Pflegeversicherung erlaubt die Mitversicherung des Ehepartners als auch der Kinder bis zu einem bestimmten Alter. Bei der privaten Versicherung ist dies jedoch nicht der Fall. Hier muss sich jeder selbst versichern. In diesem Bezug ist es wie bei einer Scheidung: Der Versicherte ist dem anderen gegenüber ebenso unterhaltspflichtig. Das bedeutet, dass sofern die Pflegeversicherung nicht vollständig für die Kosten der Pflege aufkommen kann, wird der Ehepartner dazu verpflichtet, im Zweifelsfall sogar die Kinder.

Ehepartner zahlt in der Regel keinen Beitrag

Wenn sich ein Ehepartner mit in die Familienversicherung aufnehmen lässt, zahlt er in der Regel keine eigenen Beiträge. Allerdings ist dies auch an die Auflage geknüpft, dass er nicht mehr als 365 Euro im Monat verdient. Minijobs, die bis zu 400 Euro zahlen, sind die absolute Grenze, sofern keine weiteren Einnahmen hinzu kommen. Wichtig ist dabei, dass auch Miet- und Pachteinnahmen als auch Einmalzahlungen hinzugerechnet werden. Wichtig ist, alle Angaben bei der Krankenversicherung zu leisten, sofern diese danach fragt.

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Reform für 2015 geplant

Für das Jahr 2015 sind in punkto Pflegeversicherung ein paar Reformen geplant. Daher machen sich jetzt viele Menschen auch Gedanken darum, dass sich an der Familienversicherung etwas ändert. Jedoch wurde laut eines Interviews in der Fachzeitung ‚Die Zeit‘ diese Sorge entkräftet. Philipp Rösler (FDP) hatte bereits seine Meinung geäußert, dass selbst bei Einführung einer Kopfpauschale die Familienversicherung bestehen bleibe, wie sie ist. An dem Vorhaben hat sich bis dato noch nichts geändert.

Wenn die Pflege notwendig wird

Eine Pflege wird unter verschiedenen Umständen notwendig, womit auch die Auszahlungen der Pflegeversicherung erfolgen. Diese sind:

  • Pflegebedürftigkeit zu Hause
  • Pflegebedürftigkeit mit Umzug ins Heim
  • stationäre Pflege

All diese Anlässe zur Pflege sollen durch die Pflegeversicherung abgedeckt werden. dass dies nicht immer der Fall ist, machen einem die Medien in den letzten Jahren mehr als deutlich. Doch was geschieht, wenn Versorgungslücken auftauchen und der Ehepartner die Kosten tragen soll? In manchen Fällen wird er unterhaltspflichtig und muss draufzahlen.

Sozialhilfeträger kommt zunächst für die Kosten auf

Ergibt sich eine Differenz zwischen den Zahlungen der Pflegeversicherung und den eigentlichen Kosten für das Pflegeheim, kommt zunächst der Sozialhilfeträger dafür auf. Anschließend prüft dieser, ob der Ehegatte überhaupt unterhaltspflichtig ist und wenn ja, wie hoch die Zahlung ausfallen darf. Kann der Ehepartner nicht für die Kosten aufkommen, werden als nächstes die Kinder überprüft. Sind die betroffenen Parteien als bedürftig anzusehen, kommt ausschließlich der Sozialhilfeträger für die Kosten auf. Weitere Informationen zum Freibetrag.

Änderung für 2015 in Bezug auf Unterhaltszahlungen

Bis zum Jahr 2013 war die folgende Regelung für Kinder vorgesehen, die Unterhalt an ihre Eltern zahlen mussten:

  • Singles durften bis zu 1.600 Euro verdienen
  • Paare bis zu 2.880 Euro verdienen
  • Zehn Prozent an Rücklagen zur Altersvorsorge durften gebildet werden

Zum Januar 2015 hat die Gesetzeslage sich geändert. Inzwischen liegen die Grenzen bei:

  • Singles: 1.800 Euro
  • Paare: 3.240 Euro

Bei verheirateten Paaren sieht die Sachlage ziemlich ähnlich aus. Ausschlaggebend bei der Berechnung ist der Verdienst als auch die Rücklagen, die jemand hat. Eine Rolle spielt auch, ob das Paar in einem abbezahlten Eigenheim lebt, denn das Sozialamt rechnet den Vorteil des mietfreien Wohnens als Einkommen an.

Wie hoch die Kosten für die Unterbringung ausfällt

Im Durchschnitt berechnete die Private Krankenversicherung einen Betrag von 3.236,69 Euro für eine vollstationäre Pflege im Heim. In der Regel kommt die Pflegeversicherung jedoch nur für etwa 1.550 Euro im Monat auf. Der Eigenanteil von 1.686,69 Euro ist also erheblich und eigentlich vom Versicherten selbst zu zahlen. Doch in den meisten Fällen reicht nicht einmal die reguläre Rente für den Ausgleich der Zahlung. Für solche Fälle ist eine zusätzliche private Pflegeversicherung empfehlenswert, die solche Versorgungslücken schließt. Gelangen Sie hier zum Krankenkassen Test.

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Als Zusatz geeignete Versicherung abschließen – Pflegegeldtarife im Test

Die Stiftung Warentest unternahm im Jahr 2013 eine Überprüfung der aktuellen Tarife im Bereich der Pflegetagegeldversicherung. Teilgenommen haben insgesamt 48 Produkte, der Modellkunde war jeweils ein 45- und 55-jähriger, der monatlich einen Beitrag zwischen 55 und 85 Euro zahlte. Die Top-Versicherungen in diesem Test waren:

Modell: 45 Jahre, 55 Euro Beitrag/Monat

TestplatzAnbieterTarifBewertung
Testplatz 01WürttembergischePTPUSEHR GUT (1,2)
Testplatz 02HanseMerkurPASEHR GUT (1,4)
Testplatz 03AllianzPZTB03, PZTE03, PZTA03GUT (1,6)
Testplatz 04DFVDFV Deutschland-PflegeGUT (1,7)
Testplatz 05Bayerische BeamtenkrankenkassePflegePremium PlusGUT (1,9)
Testplatz 06MecklenburgischeProMe PflegeplusGUT (1,9)
Testplatz 07UKV
PflegePremium PlusGUT (1,9)
Testplatz 08Axa
Flex0-U, Flex1-U, Flex2-U, Flex3-UGUT (2,0)
Testplatz 09Deutscher Ring
Pflege TopGUT (2,0)
Testplatz 10DKV
KPETGUT (2,0)

Modell: 55 Jahre, 85 Euro Beitrag/Monat

  • Platz 1: HanseMerkur (PA) – sehr gut (1,5)
  • Platz 2: DFV (PZV) – gut (1,8)
  • Platz 3: LVM (PZT Komfort) – gut (1,9)
  • Platz 4: Bayerische Beamten-KK (PflegePremium Plus) – gut (2,0)
  • Platz 5: Huk-Coburg (PT Premium) – gut (2,0)
Testrang AnbieterTarifBewertung
Testrang 01Württembergische
PTPUSEHR GUT (1,5)
Testrang 02HanseMerkur
PAGUT (1,6)
Testrang 03AllianzPZTB03, PZTE03, PZTA03GUT (1,7)
Testrang 04Axa
Flex1-U, Flex2-U, Flex3-UGUT (2,0)
Testrang 05Bayerische Beamtenkrankenkasse
PflegePremium PlusGUT (2,0)
Testrang 06DFV
DFV-DeutschlandPflegeGUT (2,0)
Testrang 07Huk-Coburg
PT PremiumGUT (2,0)
Testrang 08LVM
PZT KomfortGUT (2,0)
Testrang 09UKV
PflegePremium PlusGUT (2,0)
Testrang 10Pax-Familienfürsorge
PT PremiumGUT (2,2)

Bei sämtlichen Tarifen lässt sich feststellen, dass die Top-Anbieter für beide Altersgruppen gute Tarife anbieten. Fakt ist allerdings auch, dass je früher man anfängt zu sparen, man auch eine umso höhere Leistung erhält. Dies kommt auch im Falle einer Pflegebedürftigkeit im Alter zum Zug, so dass man dem Ehepartner zusätzliche Kosten ersparen kann. Die Kosten im Monat für Rente, Krankenkassen und Familienversicherungen im Rahmen der gesetzlichen und privaten Absicherungen unterscheiden sich für die Versicherten.

Lücke muss meist der Ehegatte bei der Pflegeversicherung schließen

Ehepartner haben grundsätzlich die Möglichkeit, in die gleiche Krankenversicherung zu rutschen. Im Rahmen der Familienversicherung ist dann auch eine nötige Pflege abgesichert. Kommt der Ehepartner allerdings ins Pflegeheim, müssen meistens der Partner oder sogar die Kinder die finanzielle Lücke schließen. Bei den privaten Versicherungen ist die Regelung nicht viel anders. Es wird daher immer zu einer privaten Zusatzversicherung geraten. Diese sollte man jedoch so früh wie möglich abschließen, um eine Auszahlung so hoch wie nur möglich zu erreichen.

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Quellen:
  • Internetdokument Familienversicherung der gesetzlichen und privaten Familienversicherung. Online verfügbar unter: www.gutefrage.net, zuletzt überprüft am 02.03.2017
  • Internetdokument Pflegeheim und Altersvorsorge. Online verfügbar unter: www.krankenkassentarife.de, zuletzt überprüft am 02.03.2017
  • Internetdokument Krankenversicherung für Kinder. Online verfügbar unter: www.juraforum.de, zuletzt überprüft am 02.03.2017
  • Internetdokument Kosten der Rente und Krankenversicherung. Online verfügbar unter: www.uni-siegen.de, zuletzt überprüft am 02.03.2017