Pflegeversicherung Deutschland 2018

Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass die gesetzliche Pflegepflichtversicherung nicht ausreicht, falls jemand doch einmal unter Berücksichtigung einer Pflegestufe pflegebedürftig wird. Welche Leistungen sie beinhaltet, wie ihre Geschichte ist und welche Regelung das SGB vorsieht, haben wir nachfolgend zusammengefasst. Außerdem sprechen wir das Thema private Absicherung für die Pflege an.

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Pflegeversicherung Deutschland

Pflegeversicherung Deutschland 2016

Innerhalb von Deutschland ist der Abschluss der Pflegeversicherung Pflicht. Infolge der Versicherung bei einer Krankenkasse wird daher direkt ein Abschluss zur gesetzlichen Pflegeversicherung getätigt. Dieses System hat sich in Deutschland etabliert und ist ein führendes Beispiel im Gegensatz zu vielen Begebenheiten im Ausland. Hier herrscht kein solches Gesundheitssystem, welches mit einer Pflicht verbunden ist. Das beste Beispiel: Erst in den letzten Jahren hat Barack Obama für die Einführung eines Gesundheitssystems in den USA gesorgt. Mehr zur Privaten Krankenversicherung in den USA hier. 

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Die Einführung der Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung wurde im Jahr 1995 in Deutschland eingeführt und nach dem SGB XI geregelt. Demnach ist jede Person versicherungspflichtig, die in Deutschland einen Wohnsitz hat. Neben dem Krankheitsrisiko soll mittels dieser Versicherung das Pflegerisiko abgedeckt werden. Die Pflegeversicherung ist neben der Kranken-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung ein Teil der Sozialversicherungen und wird als fünfte Säule dargestellt. Jene, die sich nicht gesetzlich absichern, sind gleichzeitig dazu verpflichtet, eine private Alternative zu suchen.

Die Geschichte der Versicherung

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich die Lebenserwartung des Menschen drastisch erhöht. Innerhalb der Statistik stieg diese um mehrere Jahre an, da in vielen Fällen eine Langzeitpflege betrieben wurde und somit die Menschen auch älter. Das erforderte eine Regelung im sozialen Bereich, da die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten nicht mehr alleine tragen konnte. Im Jahr 1978 bot die Bayerische Beamtenkrankenkasse erstmals eine Pflegekostentagegeld-Versicherung an. Die Versicherungspflicht wurde bei der 48. Gesundheitsministerkonferenz im Jahr 1981 beschlossen.

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Entwicklung nach 1981

Ein Gesetzesentwurf kam jedoch erst im Jahr 1990 auf, wo das finanzielle Pflegerisiko im Bundesrat diskutiert wurde. Vier Jahre später beschloss der Bundestag schließlich mit Wirkung zum 1. Januar 1995 die Einführung der Versicherungspflicht. Gegliedert waren die Grundsätze im elften Buch des Sozialgesetzbuches, in der sämtliche Eigenschaften der Sozialen Pflegeversicherung niedergeschrieben sind. Ebenso wurde damals die Einführung der Pflegestufen diskutiert und entsprechende Hilfe gewährt.

Die Leistungen der Pflegeversicherung

Infolge der Kategorisierung in unterschiedliche Pflegestufen, werden dementsprechend angemessene Leistungen angeboten. In erster Linie ist jeder Mensch dafür verantwortlich, mittels Prävention, medizinische Behandlung und Rehabilitation dafür zu sorgen, nicht pflegebedürftig zu werden. Infolge einer Pflegebedürftigkeit und Einstufung in die jeweilige Pflegestufe, stehen dem Versicherten unterschiedlich hohe Leistungen in Form von Pflegegeld zu, dazu kommen Sachleistungen. Die gezahlten Beträge haben sich seit 2012 nur geringfügig verändert. Alles zur Pflegeversicherung in Sachsen auf diesem Beitrag. 

Die einzelnen Pflegestufen

Die Pflegeversicherung teilt die Pflegebedürftigkeit in drei Pflegestufen ein. Dazu kommt eine vierte Pflegestufe, die speziell für Demenzkranke erschaffen wurde. Um eine Pflegestufe zu erhalten, ist ein entsprechender Antrag notwendig, infolge dessen eine gesundheitliche Prüfung als Einstufungsmöglichkeit genutzt wird. Je höher die Pflegestufe, desto mehr Anspruch auf Leistung hat der Pflegebedürftige. Pflegestufe I setzt beispielsweise 45 Minuten Grundpflege voraus, Pflegestufe III gewährleistet bis zu 300 Minuten Grundpflege pro Tag.

Seit 2017 wurden neue Pflegegrade eingeführt:

PflegestufePflegegrad
Neu ab 2017I
Pflegestufe 0 + III
Pflegestufe I + eingeschränkte Alltagskompetenz + IIIII
Pflegestufe II + eingeschränkte Alltagskompetenz + IIIIV
Pflegestufe III + eingeschränkte Alltagskompetenz & III mit HärtefallV

Der Beitrag zur Pflegeversicherung

Der Beitrag zur Pflegeversicherung wird sowohl von Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber übernommen. Seit Januar 2013 gilt im Freistaat Sachsen ein Beitragssatz von 1,525 Prozent für den Versicherten und 0,525 Prozent für den Arbeitgeber. Alle anderen Arbeitnehmer zahlen 1,025 Prozent des Bruttoentgelts, während der Arbeitgeber die gleiche Summe übernimmt. Für Beihilfeberechtigte gilt eine besondere Regelung, ebenso für freiwillig Versicherte, die den gesamten Beitrag alleine tragen müssen.

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Dies gilt für Ausländer in Deutschland

Wer nach Deutschland einreist, unterwirft sich der gesetzlichen Regelung zur Pflichtversicherung und hat gleichzeitig einen Anspruch auf Pflegeleistungen, sofern er eine Pflegestufe erhält. Er ist in der Regel in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, wobei die Regelung bezüglich der Beiträge genauso abläuft, wie bei einem Einheimischen. Wird er im Alter pflegebedürftig, hat er selbstverständlich ebenfalls einen Anspruch auf die jeweiligen Leistungen und Zuschüsse.

Probleme der gesetzlichen Pflegeversicherung

Innerhalb der letzten Jahre kristallisiert sich immer wieder heraus, dass die gesetzliche Pflegeversicherung im Falle einer Pflegebedürftigkeit nicht ausreicht. Daher wird jedem Versicherten empfohlen, sich zusätzlich privat abzusichern. Hierfür bieten die unterschiedlichen Versicherer entsprechende Modelle an, die für Jung und Alt gleichermaßen geeignet sind. Staatliche Förderung erhält der Versicherte über den Pflege-Bahr Tarif, der in den letzten Jahren eine große Beliebtheit gewonnen hat, aber noch mit ein paar Tücken kämpft. Weitere Infos:

Der direkte Vergleich der Tarife

Wer sich privat absichern möchte, kann auf den unterschiedlichen Seiten der Versicherungen einen direkten Vergleich anstellen. Auch sind Online Tests immer empfehlenswert, wenn es darum geht, den richtigen Tarif oder Versicherer zu finden. Zuverlässige Quellen sind in diesem Fall die Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money. Hier findet man auch einen Beitragsrechner, der einem die Wahl für die richtige Police erleichtert. Wichtig ist, dass man sich im Vorfeld in jedem Fall hinreichend informiert.

Pflegeversicherung Deutschland

Die Pflegeversicherung Deutschland hat sich in ihrer Entwicklung stark verändert. Heutzutage ist es wichtig, privat für die spätere Pflege vorzusorgen und entsprechende Leistungen abdecken zu können. Die Richtlinien sind im SGB festgehalten, auch was die Einstufung der Pflegestufe angeht. Hier erfährt der Leser ebenso, welche Leistungen er empfangen kann und was ihm gesetzlich zusteht. Deutschland ist ein vorausgehendes Beispiel, dem viele Länder, auch die Schweiz, gefolgt sind und ein eigenes Gesundheitssystem entworfen haben.

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Quellen:

  • Internetdokument Wikipedia. Online zur Verfügung gestellt unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Pflegeversicherung_(Deutschland), zuletzt geprüft am 05.01.2017.
  • Internetdokument Deutsche Sozialversicherung. Online zur Verfügung gestellt unter: http://www.deutsche-sozialversicherung.de/de/pflegeversicherung/, zuletzt geprüft am 05.01.2017.
  • Internetdokument Stiftung Warentest. Online zur Verfügung gestellt unter: http://www.test.de/thema/pflegeversicherung/, zuletzt geprüft am 05.01.2017.
  • Internetdokument Focus. Online zur Verfügung gestellt unter: http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/tid-32292/pflegetagegeld-policen-bahre-vernunft_aid_1039844.html, zuletzt geprüft am 05.01.2017.
  • Internetdokument Focus. Online zur Verfügung gestellt unter: http://www.youtube.com/watch?v=8fSK2Kq_0kA, zuletzt geprüft am 05.01.2017.