Pflegeversicherung Definition

Die Pflegeversicherung ist per Definition eine Versicherung, um die mögliche Pflegebedürftigkeit eines Menschen abzusichern. Außerdem ist sie seit 1995 ein Teil der Sozialversicherung. Die Grundsätze, auch was das Thema Pflegestufe angeht, ist im SGB XI festgelegt. Hierin findet der Leser auch die Regelung für die eingesetzten Leistungen, wenn eine bestimmte Pflege notwendig ist. Alles zur Pflegeversicherung Definition fassen wir nachfolgend verständlich zusammen und erläutern, was es mit den Beiträgen und der Einstufung der Pflegestufen auf sich hat.

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Pflegeversicherung Definition

Pflegeversicherung Definition

Laut Wikipedia zahlt jeder Versicherte einen Satz von 1,025 Prozent des Bruttoverdienstes in die gesetzliche Pflegeversicherung ein. Im Freistaat Sachsen zahlen Versicherte dagegen 1,525 Prozent ein. Kinderlose müssen auf ihren Anteil noch einmal 0,25 Prozentpunkte zuzahlen. Der Arbeitgeber zahlt zwischen 1,025 Prozent, oder 0,525 Prozent (Sachsen) ein. Für Rentner gilt ein Beitragssatz von grundsätzlich 2,05 Prozent, ebenso für freiwillig Versicherte. Die Regelung ist seit dem 1. Januar 2013 in Kraft.

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Alles rund um die Pflegeversicherung, können Sie hier nachlesen.

Produktscoring zu den besten Pflegeversicherungen

Unternehmen
Tarif
Produkt
Scoring
Allianz Lebensversicherungs-AG
PflegePolice Flexi (p.i.)
4,5 Sterne
Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG (VKB)
PflegeRente VermögensSchutz
5,5 Sterne
IDEAL Lebensversicherung a.G.
IDEAL PflegeRente EXKLUSIV
6 Sterne
Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland
KlinikRente.Pflege Sofort Premium-Schutz
5,5 Sterne
Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland
MetallRente.Pflege Sofort Premium-Schutz
5,5 Sterne
Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland
KlinikRente.Pflege Premium-Schutz
5 Sterne
Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland
MetallRente.Pflege Premium-Schutz
5 Sterne
Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland
Swiss Life Pflege- & Vermögensschutz -SofortSchutz Individual- / Premium-Schutz (T170 / T172)
5,5 Sterne
Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland
Swiss Life Pflege- & Vermögensschutz-Aufbauplan Individual- / Premium-Schutz (T170 / T172)
5 Sterne
VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G.
SPV Exklusiv
5 Sterne
WWK Lebensversicherung a.G.
WWK PflegeRente PR8 Exklusiv (p.i.)
4,5 Sterne
WWK Lebensversicherung a.G.
WWK PflegeRente PR8 Flexi (p.i.)
5 Sterne
Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG
PflegeRente Exklusiv
6 Sterne

Gesetzliche und private Vorsorge

Neben der gesetzlichen Vorsorge empfiehlt die Regierung, zusätzlich eine private Vorsorge zu betreiben. Unterschiedliche Pflegeversicherungen stehen dem Versicherten zur Verfügung, darunter eine private Pflegerente und das staatlich bezuschusste Modell des Pflege-Bahr, eine Pflegezusatzversicherung, die monatlich mit 5 Euro vom Staat bezuschusst wird. Mit Hilfe dieser privaten Vorsorge versuchen die Versicherten finanzielle Versorgungslücken bei Pflegebedürftigkeit zu schließen, um eine finanzielle Unabhängigkeit weiterhin zu gewährleisten. Erfahren Sie mehr rund um die Leistungen im Gesundheitswesen, privat versicherte Beiträge, Beitragssatz soziale Absicherung, Quelltext und Beiträge im Jahr.

Pflegegeld nach § 37 SGB XI Erhöhungen

Pflegegeld nach Pflegestufe 2014-2018
Pflegestufe 2014 2015 2016 2017 2018
Pflegestufe 0 (mit Demenz) 120 € 123 € 123 € 316 € 316 €
Pflegestufe I 235 € 244 € 244 € 316 € 316 €
Pflegestufe I (mit Demenz) 305 € 316 € 316 € 545 € 545 €
Pflegestufe II 440 € 458 € 458 € 545 € 545 €
Pflegestufe II (mit Demenz) 525 € 545 € 545 € 728 € 728 €
Pflegestufe III 700 € 728 € 728 € 728 € 728 €
Pflegestufe III (mit Demenz) 728 € 728 € 901 € 901 €
Härtefall 728 € 728 € 901 € 901 €

Thema Pflegebedürftigkeit

Die Pflegebedürftigkeit wird grundsätzlich in drei Stufen eingeteilt. Die sogenannten Pflegestufen werden nach Antrag des Versicherten mittels eines Pflegegutachtens ermittelt. Dieses übernimmt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (kurz MDK) und ein unabhängiger Gutachter. Im Anschluss erfolgt die Einteilung in eine Pflegestufe, gemäß Paragraph 18, Ansatz 2 SGB XI. Anhand des Gutachtens und der Pflegestufe wird schließlich ermittelt, inwiefern die Grundpflege gewährleistet sein muss. Darauf gehen wir nachfolgend näher ein.

Pflegestufe Pflegegrad 2014 2015 2016 2017 2018
Pflegestufe 0 (mit Demenz) Pflegegrad 2 225 € 231 € 231 € 689 € 689 €
Pflegestufe I Pflegegrad 2 450 € 468 € 468 € 689 € 689 €
Pflegestufe I (mit Demenz*) Pflegegrad 3 665 € 689 € 689 € 1.298 € 1.298 €
Pflegestufe II Pflegegrad 3 1.100 € 1.144 € 1.144 € 1.298 € 1.298 €
Pflegestufe II (mit Demenz*) Pflegegrad 4 1.250 € 1.298 € 1.298 € 1.612 € 1.612 €
Pflegestufe III Pflegegrad 4 1.550 € 1.612 € 1.612 € 1.612 € 1.612 €
Pflegestufe III (mit Demenz*) Pflegegrad 5 1.550 € 1.612 € 1.612 € 1.995 € 1.995 €
Härtefall Pflegegrad 5 1.918 € 1.995 € 1.995 € 1.995 € 1.995 €
Härtefall (mit Demenz*) Pflegegrad 5 1.918 € 1.995 € 1.995 € 1.995 € 1.995 €
Entlastungsleistung ambulant / teilstationär Pflegegrad 1-5 125 € 125 €
Leistungsbetrag stationär Pflegegrad 1-5 125 € 125 €
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Die Grundpflege in den Pflegestufen

Die Pflegestufe I erfordert mindestens 90 Minuten Hilfsbedarf pro Tag. Davon müssen mindestens 45 Minuten an Grundpflege aufgewendet werden. Bei Pflegestufe II sind es 180 Minuten Hilfebedarf, wovon 120 Minuten Grundpflege eingerechnet werden. Pflegestufe III, die schwerste Pflegebedürftigkeit, beinhaltet 300 Minuten pro Tag, wovon mindestens 240 Minuten Grundpflege anfallen. Die Pflegestufe 0 enthält keine Angaben zur Grundpflege und wird nach Ermessen des Gutachters bewertet. Diese Pflegestufe gilt häufig für Demenzkranke.

Näheres zu den Pflegestufen hier.

Thema Härtefall

Innerhalb der sozialen Pflegebedürftigkeit wird häufig die Einstufung als Härtefall angefordert, sofern nicht genügend Zeit für die Grundpflege vorhanden ist. Ein Härtefall liegt allerdings nur vor, wenn der Pflegeaufwand bei weitem mehr Zeit einnimmt, als es bei Pflegestufe III typisch ist. Um einen Härtefall als solchen zu erkennen, müssen bestimmte Begutachtungsrichtlinien eingehalten werden. Gesetzlich festgehalten sind die Richtlinien im Paragraph 36, SGB XI. Die Grundpflege umfasst hierbei täglich mindestens sechs Stunden.

Sozialgesetzbuch (SGB XI) laut https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxi/1.html
Elftes Buch
Soziale Pflegeversicherung
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 17.12.2018 I 2587

㤠1 SGB XI Soziale Pflegeversicherung
(1) Zur sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit wird als neuer eigenständiger Zweig der Sozialversicherung eine soziale Pflegeversicherung geschaffen.
(2) In den Schutz der sozialen Pflegeversicherung sind kraft Gesetzes alle einbezogen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Wer gegen Krankheit bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichert ist, muß eine private Pflegeversicherung abschließen.
(3) Träger der sozialen Pflegeversicherung sind die Pflegekassen; ihre Aufgaben werden von den Krankenkassen (§ 4 des Fünften Buches) wahrgenommen.
(4) Die Pflegeversicherung hat die Aufgabe, Pflegebedürftigen Hilfe zu leisten, die wegen der Schwere der Pflegebedürftigkeit auf solidarische Unterstützung angewiesen sind.
(5) In der Pflegeversicherung sollen geschlechtsspezifische Unterschiede bezüglich der Pflegebedürftigkeit von Männern und Frauen und ihrer Bedarfe an Leistungen berücksichtigt und den Bedürfnissen nach einer kultursensiblen Pflege nach Möglichkeit Rechnung getragen werden.
(6) Die Ausgaben der Pflegeversicherung werden durch Beiträge der Mitglieder und der Arbeitgeber finanziert. Die Beiträge richten sich nach den beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder. Für versicherte Familienangehörige und eingetragene Lebenspartner (Lebenspartner) werden Beiträge nicht erhoben.
(7) Ein Lebenspartner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft gilt im Sinne dieses Buches als Familienangehöriger des anderen Lebenspartners, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist.“

Pflegeversicherung Definition

Die Pflegeversicherung Definition legt ganz klar fest, was innerhalb der Pflegeversicherung übernommen wird und was nicht. Auch die Pflegebedürftigkeit an sich ist im SGB XI festgelegt, anhand der Pflegestufe ist genau vorgeschrieben, wie viel Zeitaufwand zur Pflege eingesetzt wird. Regulär ist bekannt, dass die gesetzliche Pflegeversicherung hierfür bei weitem nicht mehr aufkommen kann. Private Vorsorge, um mehr Leistungen zu empfangen sind heutzutage die Regel und auch sehr empfehlenswert.

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Quellen: