Pflegeversicherung Bahr Test 2017

Seit Beginn des Jahres 2013 wird die private Pflegeversicherung durch den Staat gefördert. Den Namen hat diese Pflegeversicherung dem ehemaligen Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr zu verdanken. Inoffiziell wird sie oft als Pflege-Bahr bezeichnet. Der staatliche Zuschuss je Vertrag beträgt fünf Euro, wenn die Prämie zehn Euro beträgt. Rund vier Millionen Pflegebedürftige wird es im Jahr 2050 geben, damit rechnen zumindest Experten. Doch dann dürfte das momentane System der gesetzlichen Pflegeversicherung an seine Grenzen stoßen. Es sei denn die Beiträge steigen wieder an. Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, dem Umbau des Finanzierungssystems entgegenzuwirken. Ziel ist, dass mehr Menschen in Zukunft privat vorsorgen.
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Pflegeversicherung Bahr

Mit der Pflegeversicherung Bahr soll dies gewährleistet sein. Es handelt sich um eine attraktive Vorsorge der Bundesregierung. In den nächsten Jahren soll sie noch besser umgestaltet werden. Dabei werden Policen bereits vom Staat mit einem Betrag von fünf Euro bezuschusst. Doch welche Anbieter gibt es auf dem Markt, und wie sind die Angebote?

Anbieter auf dem Markt:

Es werden Verträge mit einem Betrag von 60 Euro im Jahr vom Staat gefördert. Diese Förderung erhält man, wenn man mindestens 10 Euro im Monat einzahlt. Vom jeweiligen Versicherungsunternehmen wird die Förderung beantragt. Die Beiträge, die gezahlt werden, sind abhängig vom Alter und Versicherungsbetrag. Die Mindestleistung von 600 Euro ist berücksichtigt.Auf dem Markt gibt es zahlreiche Anbieter. Je nach Pflegestufe werden bestimmte Leistungen gewährt. Bei der Pflegestufe III wird ein Monatsgeld von mindestens 600 Euro berücksichtigt. Die Allianz zahlt die Mindestleistung. Dabei ist eine Dynamik von 5 Prozent gegeben. Dies ist aller drei Jahre bis maximal zur Inflationsrate und einem Alter von 69 Jahren.

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Unterschiedliche Angebote bei den Versicherern

Pflegeversicherung Bahr Test 2017

Pflegeversicherung Bahr Test 2017

Die Central Versicherung zahlt ein Monatsgeld von 1890 Euro bei Pflegestufe III. Nach drei Jahren wird die allgemeine Inflationsrate gezahlt, höchstens aber 10 Prozent. Ebenso bei der Envivas Pflege Aktiv. Es wird ein Monatsbetrag von 1890 Euro gezahlt. Nach drei Jahren auf die allgemeine Inflationsrate angepasst. Höchstens werden aber 10 Prozent Erhöhung gezahlt. In einem Test wurde herausgefunden, welche Pflege-Bahr von privaten Versicherung empfehlenswert und welche auch gefördert wird.

Testergebnisse:

Die Resultate der Pflege-Bahr sind sehr unterschiedlich. Denn ein 18-jährige erhält sehr gute bis gute Tarife, hingegen sieht es bei dem 40-jährigen schon ganz anders aus. Die HanseMerkur und DFV Deutsche Familienversicherung bekamen mehrmals das Ergebnis sehr gut. Auch über gesetzliche Krankenkasse ist die Pflege-Bahr erhältlich. Denn beispielsweise gibt es eine Kooperation zwischen der Techniker Krankenkasse und der Envivas Versicherung.

Fakt ist, dass die Absicherung durch die Pflege-Bahr oft zu gering ist. 60-jährige Menschen bekommen bei sämtlichen Tarifen nur 600 Euro im Monat, auch wenn sie sehr pflegebedürftig sind. Im Schnitt wären jedoch ungefähr 1700 Euro im Monat notwendig. Dies wären die Kosten bei der stationären Pflege in Stufe 3. Patienten bräuchten rund um die Uhr eine Versorgung. Des Weiteren muss bei der Pflege-Bahr die monatliche Prämie weitergezahlt werden.

Aus diesem Grund wurden die Kombitarife der Pflege-Bahr untersucht. Bei den Kombitarifen werden die Pflege-Bahr und ungeförderte Zusatzversicherungen zusammengefasst. Die Zahlungen werden später wesentlich höher sein. Eine Güte von Tarifen ist bestimmt durch die Prämienhöhe und die Zusatzleistungen. Allerdings hängen sie auch vom Alter des Versicherten ab. Auch hier konnte die DKV und HanseMerkur in allen drei Altersklassen das Resultat sehr gut erreichen.

Wissenswertes zum Kombitarif

Doch wenn man sich für diesen Kombitarif entscheidet, sollte man zunächst gründlich nachdenken. Denn die Einnahmen fließen ohne einen Einfluss der gesetzlichen Pflegeversicherung. Aus diesem Grund werden die Lücken kleiner ausfallen, als dies kalkuliert wurde. Wenn man später einmal erwerbsunfähig wird, dann Leistungen aus der Unfallversicherung, oder aus der Erwerbsunfähigkeits- oder Berufsunfähigkeitsversicherung erwarten.Die Pflegezusatzversicherung kann als finanzieller Schutz für die Erben verstanden werden. Denn schließlich gibt es noch die gesetzliche Rente und andere mögliche Rücklagen. Sieger bei der Pflegeversicherung Bahr ist die Debeka. Die Allianz fällt aus den Top 10 heraus. Unberücksichtigt blieb, ob ein Versicherungsnehmer die Anspruch die Leistungen innerhalb der Vertragslaufzeit erhöht.

Vorteile der Pflegeversicherung Bahr:

Doch inwieweit lohnt sich nun ein Abschluss der Pflege-Bahr oder eines ungeförderten Tarifes? Mit einem ungeförderten Tarif verglichen, ergibt sich mit einem Zuschuss bei einer geringeren Prämie genau dasselbe. Für alle Altersstufen gilt dies. Doch es gibt noch einen weiteren Vorteil. Denn die Pflege-Bahr Anbieter dürfen nach dem Gesetz keine gesundheitlichen Fragen an den Versicherungsnehmer stellen. Auch Risikozuschüsse und der Abschluss von Leistungen ist rechtswidrig.

Dies gilt auch, wenn man schwer krank ist. Der Schutz ist uneingeschränkt und einheitlich. Gesundheitsfragen dürfen nur bei ungeförderten Policen gestellt werden. Doch auf lange Sicht ist die fehlende Prüfung ein Nachteil für die Kunden. Denn wenn sich Menschen mit einer gesundheitlichen Einschränkung versichern, steigen die Ausgaben, somit auch die Prämien. Die Höhe ist nicht für die Gesamtlaufzeit garantiert, sondern die Versicherungen können diese nach oben treiben. Auch bei ungeförderten Policen gilt dies.

Ein Anstieg wird nur durch Rückstellungen gedämpft. Diese wird in jüngeren Jahren bei dem Versicherten gebildet und dann später wieder aufgelöst. Will man einen Prämienanstieg entgehen, kann man eine Pflegerentenversicherung abschließen. Dabei gibt es jedoch keine staatliche Förderung. Wie wahrscheinlich ist dann eine Inanspruchnahme der Pflegezusatzversicherung. Die Zahl der Pflegebedürftigen dürfte sich in den nächsten Jahrzehnten laut Statistischen Bundesamt nahezu verdoppeln.

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Nachteile bei der Pflegeversicherung Bahr:

Das Monatsgeld bei Pflegestufe III kann für jüngere Versicherte höher ausfallen. Doch die Versorgungslücke kann mit der privaten Pflegezusatzversicherung im Pflegefall nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Es trifft auf alle drei Pflegestufen zu. Wenn z. B. eine Person, die 30 Jahre in die Pflegeversicherung Bahr eingezahlt hat, Leistungen in Anspruch nehmen möchte, besteht immer noch ein Defizit von 1300 Euro. Dies muss durch privates Vermögen ausgeglichen werden.

Schließt man mit einem Alter von 50 Jahren einen Vertrag ab, dann beträgt das Defizit sogar 1600 Euro im Monat. Dabei besteht die Möglichkeit, eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Jedoch wird sie nicht staatlich gefördert. Menschen mit Vorerkrankungen haben dann nicht die Chance, diese Versicherung abzuschließen. Doch man sollte in jedem Fall seine aktuellen Versicherungen prüfen. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Pflegetarif mit 10 Euro dotiert ist. Der Sinn dabei ist, dass der Staat dann fünf Euro davon zurückerstattet.

Es wird zwar auch die Hälfte der Beitragskosten erstattet, doch die Leistungen stehen auf einem anderen Papier. Der Beitrag von 10 Euro im Monat ist bei den wenigsten Versicherungen anzutreffen. Wer eine Pflege Bahr abschließen möchte, muss oft tiefer in die Tasche greifen. Nur dann können die Zusatzleistungen auch ausreichend sein. Nur höhere Beiträge können die Versorgungslücke schließen. Die Förderung von fünf Euro, verlieren dabei relativ an Wert. Denn die Pflege Bahr ist in den meisten Fällen teurer. Jedoch darf die Versicherung keinen Kunden bei einem Tarif ablehnen. Höhere Risiken sind bei dem Tarif mit eingerechnet.

Der Abschluss der Pflege Bahr:

Für wen lohnt sich letztendlich der Abschluss der Pflegeversicherung Bahr. Die Tarife der Pflegeversicherung sind für beide Geschlechter konzipiert. Eine neue Pflegezusatzversicherung lohnt sich sehr gut für Menschen mit einer Vorerkrankung. Auch chronisch erkrankte Menschen werden dabei in die Versicherung aufgenommen. Bei jungen Versicherten besteht der Vorteil, dass sie bei einem Betrag im Monat von zehn Euro sehr gut im Alter vorgesorgt haben. Doch auch älter Menschen brauchen nicht vor einem Abschluss im Alter zurückschrecken. Denn der Zuschuss federt die altersbedingten hohen Beiträge ab. Es kann nicht jede Pflegezusatzversicherung kann bezuschusst werden. Diese ist an sehr strenge Auflagen gekoppelt.

Unterschiedliches zur Bahr-Pflege

Es gibt einen Kontrahierungszwang, dadurch darf kein Versicherter abgelehnt werden. Bei den Abschluss- und Verwaltungskosten gibt es eine Begrenzung laut Rechtsverordnung. Es gibt die Möglichkeit der Kündigung bzw. Ruhenlassen des Vertrages bei Arbeitslosengeld II- Empfängern und Sozialhilfebeziehern.

Wartezeit der PflegeTarif

Die Wartezeit beträgt nach Versicherungsbeginn nur fünf Jahre. Erst nach dieser Wartezeit werden die Leistungen ausgeschüttet. Für den Abschluss der Bahr Versicherung gibt es kaum Voraussetzungen. Denn die Förderung kann jede erhalten. Dies ist ganz unabhängig vom Einkommen, sowie ob jemand privat oder gesetzlich krankenversichert ist. Es gibt auch kein Alterslimit oder eine Gesundheitsprüfung. Versicherungen dürfen keinen potenziellen Versicherten ablehnen. Auch nicht wenn er Vorerkrankungen oder chronische Krankheiten hat. Doch eine Ausnahme gibt es, wenn er zum Zeitpunkt des Eintritts bereits pflegebedürftig ist, dann kann er in die Pflege Bahr nicht mehr aufgenommen bzw. gefördert werden.

Pflegeversicherung Bahr 2017

Seit Beginn des Jahres 2013 müssen sich viele Bundesbürger mit der neuen Pflegeversicherungen, oder auch Pflege Bahr genannt, beschäftigen. Dabei wurde sie vor allem kritisch beurteilt. Ergeben sich womöglich Versorgungslücken, können diese mit der staatlichen Förderung und einem großen Anteil der Beträge, die monatlich gezahlt werden, abgesichert werden. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Diese wird jedoch nicht vom Staat gefördert. Doch ist was die Leistungen angelangt, sehr reizvoll. Man solle so oder so über eine private Pflegeversicherung für das Alter nachdenken. Gerade junge Menschen haben noch ausreichend Möglichkeiten, vorzusorgen, um so im Alter nicht alleine dazustehen. Nähere Informationen zum aktuellen Vergleich und Test auch hier abrufbar.

Wartezeit entfällt bei Unfall

Nahezu jede Pflegeversicherung verzichtet jedoch auf diese Wartezeit, wenn die Pflege aufgrund eines Unfalles nötig wird. Dann erlaubt es ein Großteil der Policen, die Leistungen der Pflege-Bahr in Anspruch zu nehmen. Interessenten sollten darauf achten, dass dies in den Versicherungsbedingungen festgehalten ist. Schließlich kann die Pflegebedürftigkeit nicht nur aus vorangegangener Krankheit resultieren, sondern auch aus einem plötzlichen und unvorhersehbaren Unfall. Kombiniert mit einer Unfallversicherung kann die Pflege-Bahr-Versicherung hier einen sehr guten Schutz bieten.

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Der Staat macht bestimmte Vorgaben

Wie bereits angedeutet, hat der Gesetzgeber für die staatlich geförderte Bahr-Versicherung bestimmte Mindestkriterien fest gelegt. Zwar unterscheiden sich die Tarife was Beiträge und auch Leistungen angeht, aber bestimmte Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die Förderung vom Staat zu bekommen. Eine der wichtigsten festgelegten Kriterien ist, welche Leistungen im Pflegefall ausgezahlt werden müssen. Die Werte können nachfolgender Tabelle entnommen werden.

Welche Leistungen die Pflegebahr mindestens zahlen muss

  • Pflegestufe 0 (10 Prozent): mindestens 60 Euro
  • Pflegestufe I (20 Prozent): 120 Euro
  • Pflegestufe II (30 Prozent): 180 Euro
  • Pflegestufe III (100 Prozent): 600 Euro

Seit dem 01.01.2017 gibt es neue Pflegegrade:

PflegestufePflegegrad
Neu ab 2017I
Pflegestufe 0 + III
Pflegestufe I + eingeschränkte Alltagskompetenz + IIIII
Pflegestufe II + eingeschränkte Alltagskompetenz + IIIIV
Pflegestufe III + eingeschränkte Alltagskompetenz & III mit HärtefallV

Experten von Finanztest berechnen die Pflegekosten

Im Pflegefall sind die Kosten sehr hoch, das stellt auch der beliebte Ratgeber für Verbraucher Finanztest im aktuellen Vergleich fest. Die Finanzexperten berechnen den finanziellen Bedarf von Pflegebedürftigen:

  • Pflegestufe I: 530 Euro (In häusliche Pflege) und 740 Euro (bei stationärer Pflege)
  • Pflegestufe II: 1270 Euro (häuslich) und 960 Euro (stationär)
  • Pflegestufe III: 2320 Euro (häuslich) und 1260 Euro (stationär)

Versorgungslücke trotz Versicherung

Hier zeigt sich: Die geförderte Pflegezusatzversicherung vom Staat kann nur einen Bruchteil der Kosten abdecken – zudem geht man von einer Steigerung der Kosten aus. Auch wenn die meisten Versicherer die Leistungen mit der Inflationsrate anpassen werden, insgesamt ist die Pflegeversicherung Bahr keine vollwertige Versicherung, mit der man alle Kosten der Pflege abdecken kann. Experten raten daher zu einer zusätzlichen privaten Versicherung oder gleich ganz zum privaten Modell.

Stiftung Warentest testet die Bahr-Policen

In der Mai-Ausgabe 2013 testete Stiftung Warentest 17 geförderte Pflegetarife und 23 rein private Policen ohne staatliche Zulage. Größtes Manko laut der Experten sind die zu geringen Leistungen im Pflegefall – die Kosten müssen die Betroffenen oder deren Angehörigen selbst tragen. Schließlich wird die Pflege von der Krankenversicherung nicht übernommen. Ohne zusätzliche Pflegetagegeldversicherung droht schnell der finanzielle Ruin, wenn die Ersparnisse für die Pflege verwendet werden müssen.

In 2015 wurden die Tarife neu getestet. Folgende Testsieger konnten im Bereich der nicht geförderter Tarife Testsieger wedren:

Tarife für 45-jährige:

TestplatzAnbieterTarifBewertung
Testplatz 01WürttembergischePTPUSEHR GUT (1,2)
Testplatz 02HanseMerkurPASEHR GUT (1,4)
Testplatz 03AllianzPZTB03, PZTE03, PZTA03GUT (1,6)
Testplatz 04DFVDFV Deutschland-PflegeGUT (1,7)
Testplatz 05Bayerische BeamtenkrankenkassePflegePremium PlusGUT (1,9)
Testplatz 06MecklenburgischeProMe PflegeplusGUT (1,9)
Testplatz 07UKV
PflegePremium PlusGUT (1,9)
Testplatz 08Axa
Flex0-U, Flex1-U, Flex2-U, Flex3-UGUT (2,0)
Testplatz 09Deutscher Ring
Pflege TopGUT (2,0)
Testplatz 10DKV
KPETGUT (2,0)

Tarife für 55-jährige:

Testrang AnbieterTarifBewertung
Testrang 01Württembergische
PTPUSEHR GUT (1,5)
Testrang 02HanseMerkur
PAGUT (1,6)
Testrang 03AllianzPZTB03, PZTE03, PZTA03GUT (1,7)
Testrang 04Axa
Flex1-U, Flex2-U, Flex3-UGUT (2,0)
Testrang 05Bayerische Beamtenkrankenkasse
PflegePremium PlusGUT (2,0)
Testrang 06DFV
DFV-DeutschlandPflegeGUT (2,0)
Testrang 07Huk-Coburg
PT PremiumGUT (2,0)
Testrang 08LVM
PZT KomfortGUT (2,0)
Testrang 09UKV
PflegePremium PlusGUT (2,0)
Testrang 10Pax-Familienfürsorge
PT PremiumGUT (2,2)

Diese Testergebnisse sind auch für 2017 gültig.

Die Reform von Daniel Bahr ist ein guter Ansatz

Dabei ist die Pflegereform der Bundesregierung, die den Pflegebahr hervorbrachte, durchaus eine guter Ansatz, um die nur unzureichende gesetzliche Pflegevorsorge zu ergänzen. Bei immer mehr Pflegebedürftigen und einer immer größer werdenden Versorgungslücke muss der Staat handeln. Hoffentlich bringen hier die nächsten Jahre noch Nachbesserungen bei der Pflege-Bahr, damit die Tarife zumindest einen größeren Teil der Lücke schließen können und Versicherte sich weniger Sorgen um Ihre Zukunft machen müssen.

Fehlende Gesundheitsfragen haben einen Nachteil

Zudem gibt es, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet einen weiteren haken an den Tarifen: Der eigentliche Vorteil der Pflege-Bahr, nämlich dass keine Gesundheitsfragen gestellt werden, könnte sich besonders für junge bzw. gesunde Versicherungsnehmer als Nachteil herausstellen. Wenn die Unternehmen durch eine Vielzahl an kranken menschen finanziell belastet werden, geben sie diese Belastungen an ihre Kunden weiter.

Entwarnung: Kombitarife für jeden attraktiv

Der Versicherte muss einen höheren Beitrag pro Monat aufbringen, um die anderen Versicherten mitzufinanzieren. Das ist zwar solidarisch, aber teuer: Denn umso mehr Menschen mit schlechter Gesundheit die Police abschließen, umso mehr wird sie kosten. Experten sehen hierin allerdings kein Problem, da viele Versicherer Kombitarife anbieten – weshalb man nicht davon ausgehen sollte, dass nur kranke Menschen in die Pflege-Bahr einsteigen.

Preisvergleich zeigt Unterschiede

Die Kosten und Leistungen der Pflege-Bahr Versicherung sind je nach Anbieter sehr unterschiedlich. Die Förderung, die Versicherte erhalten, bleibt allerdings immer gleich und beträgt 5 Euro pro Monat und Versicherten. Wer alle geförderten Policen miteinander vergleichen will, kann dies hier sicher, neutral und TÜV-geprüft tun. Als erste Orientierung für Verbraucher hat unsere Redaktion zwei Stichproben gemacht und Leistungen und Beiträge zweier Versicherer geprüft. Untersucht wurden die Policen der Huk-Coburg sowie der R+V Versicherung.

R+V Pflege-Bahr Kosten

AlterMonatsbeitragLeistungen bei Pflegestufe III
2010 EUR1.119,30 EUR
3010 EUR795 EUR
4011,84 EUR600 EUR
5020,88 EUR600 EUR
6036,48 EUR600 EUR

Angebote lohnen sich besonders für Junge

Es zeigt sich, wer in den jungen Jahren zur geförderten Police greift, hat sehr viel mehr davon. Die Kosten für den Förderbahr sind niedriger, die Leistungen wesentlich höher. In der dritten Stufe gibt es für einen 18jährigen bei knapp niedrigerem Beitrag das doppelte von dem, was ein 40-jähriger erhält. Wer also nicht einen Großteil seiner Rente dazu aufwenden will, die Versorgungslücke zu schließen, sollte speziell bei der Pflege-Bahr früh zugreifen. Im weiteren Beispiel berechnen wir die

HUK-Coburg Tarifrechner – Kostenbeispiel

AlterMonatsbeitragLeistungen bei Pflegestufe III
2010 EUR1.140,68 EUR
3010 EUR841 EUR
4010 EUR607,70 EUR
5016,36 EUR600 EUR
6027,51 EUR600 EUR

Vergleich zeigt Unterschiede bei Älteren

Menschen, die also im Alter von 60 Jahren bei der HUK-Coburg abschließen, sparen monatlich gegenüber der R+V 10 Euro, das sind immerhin 120 Euro Ersparnis im Jahr. Unser Test 2014 zeigt, das sich auch bei der gesetzlich geregelten Pflege-Bahr einiges an Geld sparen lässt, wenn man den richtigen Tarif wählt.

Testergebnisse als Orientierungshilfe

Doch wie findet man den? Neben einem individuellen Vergleich, wichtigstes Instrument, um den besten Tarif zu finden, behelfen sich Verbraucher auch gerne mit Kundenbewertungen – vor allem werden aber die Testergebnisse zu Rate gezogen, die deutsche Verbraucherorganisationen, Institute sowie Zeitschriften ermitteln. Neben der bekanntesten aller Testinstitutionen, also der Stiftung Warentest bzw. Finanztest, gibt es auch noch zahlreiche weitere Medien, die die Pflege-Bahr-Tarife getestet haben.

Handelsblatt Test 2014 ermittelt Top-Tarife (Stand 2017)

So testete beispielsweise das Handelsblatt die Top-Anbieter, die die Altersvorsorge in Form der Bahr-Versicherung anbieten. Das Besondere am Test: Untersucht wurde nicht nur getrennt nach Jahren (20, 40 und 60 Jahre), sondern auch nach Pflegestufen. Dabei wurden die fünf besten Policen für das Pflegetagegeld á la Bahr ausgewiesen. Hier die besten Produkte am Beispiel des 40-jährigen Modellkunden.

Testresultate

TestplatzBester Tarif in Stufe 1Pflegestufe 2Pflegestufe 3
Testplatz 01Debeka mit dem Tarif EPGDeutscher Ring mit PflegebahrCentral mit central.pflege
Testplatz 02Central mit central.pflegeSignal mit PflegebahrMünchener Verein mit Tarif 490
Testplatz 03Deutscher Ring mit PflegebahrAXA mit GEPVNürnberger mit NPV
Testplatz 04Signal mit PflegebahrDebeka mit dem Tarif EPGAlte Oldenburger mit Pflegebahr
Testplatz 05Hanse Merkur mit Tarif PBDEVK mit FPTProvinzial mit Pflegebahr

Gesetz legt legt Kriterien fest – dennoch große Unterschiede

Je nach Pflegestufe liegen also unterschiedliche Versicherer vorne. Potentielle Versicherungsnehmer sollten sich genau überlegen, was ihnen wichtig ist. Denn auch wenn der Zuschuss vom Staat immer gleich ausfällt und Mindestleistungen vorgesehen ist, zeigt der Pflegeversicherung Bahr Vergleich, dass die Versicherer sich bei Leistungen je nach Pflegestufen stark unterscheiden. Wichtig ist hierbei zu wissen, dass die meisten Menschen eine Pflege der Stufe I oder II brauchen.

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Die Pflegeversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen

Neben der Krankenversicherung, privaten Rentenversicherung, KFZ-Versicherung sowie der Haftpflichtversicherung und Hausratversicherung gehört auch die Pflegeversicherung zu den Versicherungen, die man abschließen sollte. Die Vorsorge ist wichtig – und auch wenn sie im mit höheren Kosten zu buche schlägt als viele andere Versicherungen, lohnt sie sich. Denn Experten schätzen, dass schon bald jeder zweite Deutsche im Laufe seines Lebens pflegebedürftig werden könnte. Jeder ist also von dem Thema betroffen, auch wenn nicht gerne darüber geredet wird.

Förderung animiert viele Deutsche zum Vertragasbschluss

Dass die Deutschen sich bewusst sind, wie wichtig das Vorsorgen ist, belegen die folgenden Zahlen: Wie der Spiegel berichtet, erlebte die Pflege-Bahr bereits 11 Monate nach ihrer Einführung einen regelrechten Boom. Viele Menschen haben einen Vertrag abgeschlossen: 1600 geförderte Verträge pro Tag sind es. Trotz der Kritik der Verbraucherschützer, die die Pflegebahr gerade bei jungen Menschen nicht immer für die beste Option halten, auch wenn man als weniger Mensch recht wenig zahlt und ein großes Plus gegenüber Älteren hat, was die Leistungen angeht.

Ohne Gesundheitsfragen, daher besonders für Vorerkrankte empfehlenswert

Damit hat die neu eingeführte Versicherung eine beachtliche Karriere hingelegt. Der ehemalige Gesundheitsminister und Namensgeber Daniel Bahr sagte hierzu: „Es war richtig, dass erstmals auch viele Menschen mit Vorerkrankungen nun eine private Versicherung abschließen können.“
In dieser Hinsicht geben auch Kritiker dem Ex-Minister Recht. Im Verzicht auf Gesundheitsfragen sehen die Experten tatsächlich einen Fortschritt, auch wenn das höhere Beitrage bedeuten kann.

Focus Money testet die Bahr-Versicherung

Trotz staatlicher Vorgaben gibt es jedoch sehr große Unterschiede, bei Leistungen und Beiträgen, über die sich Verbraucher vor Abschluss eines Vertrages unbedingt informieren sollten. Das zeigt auch der aktuelle Focus Money Test 2014/2013, der in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Finanz-Service Institut (DFSI) durchgeführt wurde). Die Experten ermittelten die besten Pflege-Bahr-Versicherungen. Hierbei wurden die Leistungen für verschiedene Altersgruppen (18, 30, 40, 50, 60 Jahre bei Eintritt) berücksichtigt.

Drei Testsieger im Vergleich

  • Platz 1: DFV, Deutscher Ring und Signal Iduna werden mit der Testnote 1,0 („sehr gut“) zum Testsieger
  • Platz 2: Central, Envivas, HanseMerkur, Allianz, Hallesche, Nürnberger, Barmenie mit Note 1,5
  • Platz 3: DEVK, Münchener Verein, Bayrische Beamtenkk, Union und Debeka mit einer 2,0

Test der Pflege-Bahr beweist: Ungeförderte Policen sollten auch beachtet werden

Wer im Alter also gut versichert sein möchte und der Familie nicht finanziell zur Last fallen will, kommt an einer Pflegeversicherung nicht vorbei. Manchmal sind die ungeförderten Tarife jedoch besser als die Pflege-Bahr. Diese kann bestenfalls eine Ergänzung zur Pflegepflichtversicherung darstellen, deckt die Kosten aber nicht zu 100 Prozent ab. Damit Betroffene nicht selbst zahlen müssen, bleibt nur eine zusätzliche private Absicherung. Eine sehr gute Alternative ist die Pflege-Bahr allerdings für menschen mit Vorerkrankungen – die sonst vielleicht gar keine Police bekommen würden – schließlich werden keine Gesundheitsfragen gestellt.

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Quellenangaben: