Pflegeversicherung 2018 Leistungen

Die Versorgungslage der Pflegeversicherung für 2018 und Folgejahre wird immer dramatischer. Über fünfte SGB XI-Änderungsgesetz können derzeit die aktuellen Leistungen der Pflegeversicherung eingesehen werden. Damit Sie sich nicht ausschließlich auf diese Grundleistungen verlassen müssen, ist ein Abschluss einer privaten Pflegeversicherung sinnvoll.

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§ 36 SGB XI, Demenzkranke laut DMRZ

Hier erhalten Sie eine Übersicht der angehobenen Pflegesachleistung mit Inkrafttreten des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes (PNG) und Pflegestärkungs-Gesetz (PSG)
Pflegestufe Pflegegrad 2014 2015 2016 2017 2018
Pflegestufe 0 (mit Demenz) Pflegegrad 2 225 € 231 € 231 € 689 € 689 €
Pflegestufe I Pflegegrad 2 450 € 468 € 468 € 689 € 689 €
Pflegestufe I (mit Demenz*) Pflegegrad 3 665 € 689 € 689 € 1.298 € 1.298 €
Pflegestufe II Pflegegrad 3 1.100 € 1.144 € 1.144 € 1.298 € 1.298 €
Pflegestufe II (mit Demenz*) Pflegegrad 4 1.250 € 1.298 € 1.298 € 1.612 € 1.612 €
Pflegestufe III Pflegegrad 4 1.550 € 1.612 € 1.612 € 1.612 € 1.612 €
Pflegestufe III (mit Demenz*) Pflegegrad 5 1.550 € 1.612 € 1.612 € 1.995 € 1.995 €
Härtefall Pflegegrad 5 1.918 € 1.995 € 1.995 € 1.995 € 1.995 €
Härtefall (mit Demenz*) Pflegegrad 5 1.918 € 1.995 € 1.995 € 1.995 € 1.995 €
Entlastungsleistung ambulant / teilstationär Pflegegrad 1-5 125 € 125 €
Leistungsbetrag stationär Pflegegrad 1-5 125 € 125 €

Die neue Pflegereform – Wichtige Änderungen in den Leistungen

Pflegeversicherung 2017 Leistungen

Pflegeversicherung 2017 Leistungen

Im Gesetz sind die vertraglichen Pflegeleistungen geregelt, die im Pflegefall in Anspruch genommen werden können. Hierzu zählen das Pflegeunterstützungsgeld, diverse Sach- und Geldleistungen, zusätzliche Leistungen für ambulant betreute Wohngruppen, häusliche Pflege, Kurzzeitpflege, Vollzeitpflege und vieles mehr. Auch hinsichtlich der Tages- und Nachtpflege gibt es einige Neuerungen, die interessant und hilfreich sind. Ebenfalls ist der neue Beitragssatz in Höhe von 2,55 Prozent in der Reform verankert, in dem auch das Bundesland Sachsen angeschlossen ist. Erfahren Sie hier alles zur Erklärung im Rahmen der Pflegekasse.

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Die Sach- und Pflegegeldleistungen beanspruchen

Wer pflegebedürftig ist, der kann mit einigen Pflegeleistungen rechnen. Sach- und Pflegeleistungen werden dynamisiert gewährt. Das bedeutet, dass Personen mit eingeschränkter Alterskompetenz höhere Leistungsbeträge erhalten können. Zwischen Sachleistungen und Tagespflege wird hinsichtlich der Leistungshöhe kein Unterschied mehr gemacht. Die Beiträge der Tagespflege werden nämlich ebenfalls um dieselbe Höhe der Zuschläge, wie es bei den Sachleistungen der Fall ist, erhöht.

Die neuen Pflegegrade ab 2018:

PflegestufePflegegrad
Neu ab 2017I
Pflegestufe 0 + III
Pflegestufe I + eingeschränkte Alltagskompetenz + IIIII
Pflegestufe II + eingeschränkte Alltagskompetenz + IIIIV
Pflegestufe III + eingeschränkte Alltagskompetenz & III mit HärtefallV

Die Sachleistungen im Einzelnen

Ab 01.01.2015 gibt es für Sachleistungen der Pflegestufe 0 231 Euro. Personen mit Pflegestufe I erhalten 468 Euro in diesem Bereich. Pflegestufe II Berechtigte bekommen erhalten für diverse Dinge 1144 Euro zugesprochen und diejenigen, die in die Pflegestufe III eingestuft wurden, bekommen 1612 Euro. 1955 Euro gibt es für die Härtefallregelungen in Pflegestufe III. Bei eingeschränkter Alterskompetenz werden die Leistungsbeträge der Stufe I auf 689 Euro und in Stufe II auf 1298 Euro angehoben.

Die neuen Leistungen nach Pflegegraden ab dem 01. Januar 2018:

Pflegegeld:

LeistungsbetragPG IPG IIPG IIIPG IVPG V
teilstationär 689€ 1.298€1.612€ 1.995€
vollstationär125€ 770€1.262€1.775€2.005€

stationäre Pflege:

Pflegegradmonatliche Leistung
ohne Demenz
II770
III1262
IV1775
mit Demenz
II770
III1262
IV1775
V2005
V (Härtefall)2005

Pflege durch Angehörige:

PflegegradmonatlicheLeistung
PflegegeldPflegedienst
ohne Demenz
II316€689€
III545€1.298€
IV728€1.612€
mit Demenz
II316€689
III545€1.298€
IV728€1.612€
V901€1.995€
V (Härtefall)901€1.995€

Das Pflegegeld im Detail

Das Pflegegeld für Pflegestufe 0 liegt bei 123 Euro pro Monat. Die Pflegestufe I wird mit 244 Euro vergütet. 458 Euro Pflegegeld gibt es in Stufe II und 728 Euro werden in der Pflegestufe III gewährt. Diese angegebenen Leistungsbeträge können sich bei eingeschränkter Alterskompetenz in Stufe I um 72 Euro erhöhen. In Stufe II kann es sogar eine Erhöhung um 87 Euro geben. Beratungseinsätze werden in Stufe I und II auf 22 Euro und in Stufe III auf 32 Euro angehoben. Seit 1995 besteht die gesetzliche Pflegeversicherung erst.

Häusliche Ersatzpflege und Kurzzeitpflege kombinierbar

Es kommt doch immer wieder vor, dass die Pflegepersonen einmal selber aufgrund von Krankheit oder Urlaub ausfallen. Für die Ersatzpflege gibt es ab 2015 einen Betrag in Höhe von 1612 Euro. Außerdem wird der Ersatzpflegezeitraum auf 42 Kalendertage angehoben. Die entstehenden Kosten müssen nachgewiesen werden. Nun ist es so, dass der Leistungsbetrag der Ersatzpflege auf 2418 Euro steigen kann. Das ist dann möglich, wenn noch keine Kurzzeitpflege beansprucht wurde. Es ist also möglich, Kurzzeit- und Ersatzpflege zu kombinieren.

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Die Leistungsbeträge für die Tages- und Nachtpflege

Bereits für Pflegestufe 0 gibt es laut dem neuen Gesetz einen Betrag von 231 Euro. Für Personen mit Pflegestufe I wird ein Betrag von 468 Euro gewährt. 1144 Euro sind es in Stufe II und 1612 Euro in Stufe III angesetzt. Die Leistungsbeträge in Stufe I können sich um 221 Euro und in Stufe II um 154 Euro erhöhen. Das ist im Falle von eingeschränkter Alterskompetenz möglich. Ab Januar ist es so, dass Tagespflegebeträge ohne Anrechnung des Pflegegeldes und Sachleistungen bezogen werden können.

  • neu Pflegegrad 1 – Anspruch
    Beratungsbesuche
    halbjährig Anspruch
    Beratungsbesuche
    halbjährig
    Pflegestufe I Pflegegrad 2 244 € 316 € 316 €
    Pflegestufe II Pflegegrad 3 458 € 545 € 545 €
    Pflegestufe III Pflegegrad 4 728 € 728 € 728 €
    Härtefall Pflegegrad 5 – 901 € 901 €
    Pflegestufe 0 (mit Demenz) Pflegegrad 2 123 € 316 € 316 €
    Pflegestufe I (mit Demenz) Pflegegrad 3 316 € 545 € 545 €
    Pflegestufe II (mit Demenz) Pflegegrad 4 545 € 728 € 728 €
    Pflegestufe III (mit Demenz) Pflegegrad 5 728 € 901 € 901 €
    Härtefall Pflegegrad 5 728 € 901 € 901 €

Leistungen für Personen mit erheblich eingeschränkter Alterskompetenz steigen

Versicherte, die ohne Pflegestufe sind, aber in der Alterskompetenz erheblich eingeschränkt, erhalten ab Januar 2015 verbesserte Grundleistungen. Das Pflegegeld beträgt 123 Euro, für Sachleistungen gibt es 231 Euro und außerdem kann für die Tages- und Nachtpflege pro Monat ein Betrag von maximal 231 Euro gewährt werden. Ebenfalls stehen Leistungen zur Kurzzeitpflege, zusätzliche Pflegeleistungen für die Pflegebedürftigen in den ambulant betreuten Wohneinheiten, Verhinderungspflege und Betreuungs- und Entlastungsleistungen zu.

Weitere Betreuungs- und Entlastungsleistungen in 2017

Die Leistungsbeträge für zusätzliche Kosten für die Betreuung und Entlastung steigen ebenfalls ab dem neuen Jahr an. Monatlich werden dann 104 Euro beziehungsweise 208 Euro gewährt. Neben der Erhöhung der Beträge ist auch neu, dass Personen, die keine Einschränkung der Alterskompetenz vorweisen können, diese ebenfalls in Anspruch nehmen können. Ohne Nachweis können Kosten bis zu 104 Euro pro Monat ersetzt werden. Außerdem ist eine Kombinationsleistung angedacht.

Was hat es mit den Kombinationsleistungen auf sich

Die beabsichtigten Kombinationsleistungen der Bundesregierung sollen zusätzlich zu den bestehenden Ansprüchen auf Betreuungs- und Entlastungsleistungen gewährt werden. Und zwar sollen 40 Prozent der möglichen Sachleistungsbeträge in Entlastungs- oder Betreuungsleistungen umgewandelt werden können. Allerdings ist es so, dass die Kosten für die ambulanten Pflegedienstleistungen bevorzugt angerechnet werden sollen. Eine Erstattung der Aufwendungen gilt dann im Prinzip als Sachleistungen-Inanspruchnahme.

Beitragssatz für Rentner und Beitrag in Sachsen

Ab dem 01. Januar 2017 gilt es laut SGB XI für Rentner einen Beitragssatz in Höhe von 2,55 Prozent zu zahlen. Im Zuge der Pflegereform ist es jedoch noch immer möglich einen Pflege Bahr abzuschließen. Die einzige Voraussetzung dabei ist allerdings, dass keine Leistungen zum Tag der Antragstellung auf Grund einer Pflegebedürftigkeit in Anspruch genommen werden dürfen. Pflegebedürftige Menschen haben ab einer Pflegestufe von I somit keinen Anspruch. Nähere Informationen zur Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, dem Beitragssatz in Sachsen, zusätzliche Leistungen und das Pflegestärkungsgesetz auch auf diesem Beitrag in Erfahrung zu bringen.

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Beitragserhöhung ab dem 01. Januar- Erhöhung um 0,3 Prozentpunkte geplant

Künftig sollen Versicherte laut Plänen der Bundesregierung 0,3 Prozentpunkte mehr in die gesetzliche Pflegeversicherung einzahlen als noch im Jahr 2014. Der Bundesrat muss den Plänen allerdings noch entsprechen. Pflegebedürftige sollen künftig bis zu 20 Prozent mehr Leistungen bei einer anerkannten Stufe ab 1 erhalten können wie Experten bekannt gegeben haben. Das neue Gesetz steht jedoch noch immer in der Warteschleife.

Arbeitgeber übernimmt weiterhin die Hälfte

Wie vorher auch, übernimmt der Arbeitgeber auch weiterhin seinen Teil der Leistungen. Kommt es zu der Beitragserhöhung, passt er sich dieser Situation an. Anders ist es bei Rentnern und Selbständigen, die ohnehin ihren Beitrag alleine tragen müssen. Für sie kommt die Zahlung des vollen Beitrages zur Pflegeversicherung zum Zug. Dies gilt für alle Bundesländer. Auch für Sachsen, die bisher einen höheren Beitragssatz tragen mussten, als der Rest von Deutschland.

Fazit – Ein kleiner Überblick über das komplexe Thema

Das war ein kleiner Einblick über das fünfte SGB XI-Änderungsgesetz. Wer in der entsprechenden Situation ist und die Leistungen für die Pflege in Anspruch nehmen möchte, der sollte sich wirklich über die Änderungen der Bundesregierung, die ab 2015 hinsichtlich der Pflegeversicherung in Kraft treten, informieren und über den Beitrag Bescheid zu wissen. Es ist doch interessant zu wissen, welche Zusatzleistungen im Pflegefall zustehen. Manchmal ist es auch wichtig, rechtzeitig eine zusätzliche Versicherung zu den gesetzlichen Pflegeleistungen abzuschließen.

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Quellen und Verweise: