Pflegegeld 2015, Pflegeversicherung Leistungen

Pflegegeld 2017

Die Voraussetzung für Pflegegeld oder Sachleistungen ist, dass Pflegebedürftige häusliche Pflege erhalten. Ob die pflegenden Angehörigen selbst oder ehrenamtlich tätige Personen die Pflege übernehmen, ist nicht für den Anspruch relevant. Auch eine Kombination der gesetzlichen Leistungen ist möglich. Je nach Höhe der Pflegestufe bemisst sich auch das monatliche Pflegegeld für die Betroffenen. Sämtliche Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung stehen den Betroffenen dabei zur freien Verfügung.

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Das Pflegegeld bei Pflegestufe 1

Pflegegeld 2017
Pflegegeld 2017

Das Pflegegeld wurde seit 2008 in regelmäßigen Abständen verändert. Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz erhalten seit 2015 höhere Leistungen als noch in den Jahren zuvor. Alle Personen erhalten die finanziellen Mittel zur freien Verfügung. Bei Pflegestufe 1 erhalten Versicherte folgende Unterstützung:

  • 205,00 Euro bis zum 30. Juni 2008
  • 215,00 Euro von Juli 2008 bis Dezember 2010
  • 225,00 Euro von Januar 2011 bis Dezember 2011
  • 235,00 Euro seit Januar 2013

Bei Pflegebedürftigkeit I und Demenz erhalten die Versicherten mittlerweile 235,00 Euro im Monat.

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Im Jahr 2017 wurden die neuen Pflegegrade eingeführt, die gleichzeitig auch mehr Leistungen versprechen:

PflegestufePflegegrad
Neu ab 2017I
Pflegestufe 0 + III
Pflegestufe I + eingeschränkte Alltagskompetenz + IIIII
Pflegestufe II + eingeschränkte Alltagskompetenz + IIIIV
Pflegestufe III + eingeschränkte Alltagskompetenz & III mit HärtefallV

 

Die Höhe bei Pflegestufe 2

Im Zuge der Gesundheitsreform in Deutschland erhalten Menschen mit Demenz auch bei der Pflegestufe II mehr Geld. So haben die Betroffenen die Möglichkeit 525,00 Euro im Monat zu bekommen. Menschen ohne eine Demenzerkrankung erhalten monatlich noch immer 440,00 Euro. Das Geld kann sowohl für eine häusliche Pflege als auch für pflegende Angehörige verwendet werden. Die Versicherten entscheiden unabhängig der Pflegestufen über die Verwendung des Pflegegeldes. Weitere Besonderheiten auch hier abrufbar.

Hilfe bei Pflegestufe 3

Bei Pflegestufe III gibt es eine maximale Leistung von monatlich 700,00 Euro von der gesetzlichen Pflegekasse. In diesem Fall wird also nicht zwischen eingeschränkter und uneingeschränkter Alltagskompetenz unterschieden. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt den Pflegebedürftigen keine höhere Sachleistung oder ein höheres Pflegegeld.

Folgende Leistungen haben pflegebedürftige Personen ab 2017 zu erwarten:

Neues Pflegegeld für teilstationäre und vollstationäre Aufenthalte:

LeistungsbetragPG IPG IIPG IIIPG IVPG V
teilstationär 689€ 1.298€1.612€ 1.995€
vollstationär125€ 770€1.262€1.775€2.005€

Pflege durch Angehörige oder Pflegedienste:

PflegegradmonatlicheLeistung
PflegegeldPflegedienst
ohne Demenz
II316€689€
III545€1.298€
IV728€1.612€
mit Demenz
II316€689
III545€1.298€
IV728€1.612€
V901€1.995€
V (Härtefall)901€1.995€
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Kombination wird empfohlen

In Deutschland besteht laut § 38, § 41 SGB XI ein Anspruch auf eine Kombination von Sachleistung und Pflegegeld. Sollten zusätzlich Pflegesachleistungen beansprucht werden, so vermindert sich entsprechend das Pflegegeld des Versicherten. Diese Kombination ist vor allem dann eine interessante Alternative, wenn der Hauptteil der Pflege von den Angehörigen übernommen wird und der Pflegedienst nur einige Stunden in der Woche in Anspruch genommen wird. Somit wird die hilfebedürftige Person sowohl vom Pflegedienst als auch von seinen Familienmitgliedern gepflegt.

Ambulante Pflege nach SGB XI

Eine Pflege von zu Hause kann nur mit einem zugelassenen Pflegedienst erfolgen. Dabei wird die Grundpflege als auch die hauswirtschaftliche Versorgung übernommen. Das Geld wird von der Pflegeversicherung direkt an den Pflegedienst überwiesen. Weitere Informationen zu diesem und weiteren Themen erhalten Sie auch hier. Bevor eine Pflegestufe anerkannt wird, hat in der Regel ein Gutachter die Gesundheit des Betroffenen einzuschätzen und später in die jeweilige Stufe einzuordnen. Die aktuellen Höchstbeträge der Pflegekassen:

  • Pflegestufe I: 450,00 Euro
  • Pflegestufe II: 1.100,00 Euro
  • Pflegestufe III: 1.550,00 Euro

In besonderen Härtefällen bis zu 1.918 Euro.

Beispiel für die Berechnung der kombinierter Unterstützung

Das pflegende Familienmitglied übernimmt vier Tage in der Woche die Pflege, die verbleibenden drei Tage wird Pflegepersonal in Anspruch genommen. Der aktuelle Höchstbetrag liegt bei insgesamt 450,00 Euro. Die Pflegeperson hat 50 Prozent des Pflegesachleistungen beansprucht. Somit mindert sich auch das Pflegegeld durch die Pflegekassen um 50 Prozent auf nunmehr 117,50 Euro.

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Betreuung durch Nachtpflege

Eine Alternative zur stationären Unterbringung hilfebedürftiger Menschen ist die Nachtpflege, die von 18:00 Uhr abends bis 7:00 Uhr morgens genutzt werden kann. Die Kosten für eine Nachtpflegeeinrichtung werden immer dann übernommen, wenn die Betreuung von zu Hause aus nicht mehr in vollem Umfang sichergestellt werden kann. In der Regel erfolgt eine Begutachtung durch den zuständigen MDK. Der Gesamtwert dieser Kombinationspflege wird durch eine private Pflegeversicherung übernommen.

Ersatzpflege bei Urlaub

Selbstverständlich besteht immer auch das Recht auch vier Wochen Urlaub in einem Kalenderjahr für die Pflegenden. Auf diese Dauer kommt die Pflegekasse für die so genannte Verhinderungspflege auf.

Faktensammlung zum Thema Pflegegeld 2017

Solange die Personen im Pflegefall eine häusliche Pflege erhalten können, genügen die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Das ändert sich jedoch im Rahmen der stationären Unterbringung erheblich. Die Stiftung Warentest titelt, dass es sich um eine Teilkaskoversicherung in der gesetzlichen Pflegeversicherung handelt. Denn hier wird immer nur ein Teil der gesamten Kosten übernommen. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.pflegeversicherung-heute.de/pflegeversicherung-test/.

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Quellen: