Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung decken kaum noch die notwendigen Leistungen ab. Im Pflegefall gibt es von der Krankenkasse ein fest vorgeschriebenes Pflegegeld. Zumindest dann, wenn die Angehörigen die Pflege übernehmen. Bei einem Aufenthalt im Pflegeheim werden die Kosten nur zu einem Teil von den gesetzlichen Kassen übernommen. Die Differenz zahlen die Angehörigen oder die Hilfebedürftigen selbst. Grund genug, um die Pflegeversicherung im Bereich der privaten Pflegeversicherung einmal genauer zu betrachten. Erfolgreiche Anbieter im Test sind die Allianz sowie die HanseMerkur.

Pflegeversicherung Test 2016: Welche Leistungen ab welcher Pflegestufe

Pflegeversicherungen

Pflegeversicherung Test

Wie hoch die Leistungen bei einer gesetzlichen Pflegeversicherung ausfallen (andere Regelungen für Beamte), hängt immer auch von der anerkannten Pflegestufe ab. Insgesamt gibt es drei Pflegestufen in Deutschland. Bei der Pflegestufe I werden folgende finanzielle Mittel im Pflegefall zur Verfügung gestellt:

  • Pflegetagegeld beträgt im Höchstfall 235 Euro am Tag
  • Für Sachleistungen gibt es maximal 450 Euro
  • Bei ambulanter Kostenübernahme gibt es höchstens 484 Euro
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Testmagazin Finanztest: Gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt nur einen Teil der Kosten

In der Ausgabe 05/2013 untersucht die Finanz- und Testzeitschrift Finanztest sowohl ungeförderte als auch geförderte private Pflegetagegeldversicherungen. Das Testverfahren stellt klar, dass die ungeförderte Pflegetagegeldversicherung sogar teilweise bessere Versicherungsbedingungen zu bieten hat als im Vergleich dazu die geförderte Pflegeversicherung. Demnach bieten die Pflege-Bahr-Policen im Praxistest nicht in jedem Fall den Geldbedarf, der die Kosten bei einer Pflegebedürftigkeit decken kann.

Pflegeversicherung Testsieger der Stiftung Warentest (Stand 2016)

Viele Tarife sind als geförderte und ungeförderte Variante erhältlich. Ganz oben im Testüberblick anzufinden sind folgende private Pflegeversicherungen:

Maximale staatliche Zahlungen für Platz im Pflegeheim: 1.550 Euro monatlich. Tatsächliche Kosten: bis zu 3.500 Euro monatlich.
Diese Lücke von bis zu 2.000 Euro monatlich sollte rechtzeitig privat geschlossen werden.

Seit Januar 2013 gibt es den sogenannten Pflege-Bahr. Versicherte erhalten eine Förderung in Höhe von 5 Euro monatlich, wenn sie eine geförderte Pflegetagegeldversicherung abschließen. Die Stiftung Warentest sieht auf Grund der schlechten Vertragsbedingungen in der Förderung jedoch keinen hohen Nutzen. Das bestätigt auch der neueste Testbericht aus dem aktuellen Jahr.

Kinder kommen laut Pflegeversicherung Verbrauchertest für die Kosten auf

Sollte die eigene Rente der pflegebedürftigen Person die anfallenden Pflegekosten allein nicht mehr decken können, so müssen laut Bundesgerichtshof die Kinder für die Differenz aufkommen. Allerdings sieht das Gesetz auch vor, dass dabei ein Nettogehalt von mindestens 1.400 Euro zur Verfügung stehen muss. Erst wenn diese Grenze überschritten werden sollte, sind die Angehörigen verpflichtet für beispielsweise die Heimkosten aufzukommen.

Die wichtigsten Anbieter im Pflegeversicherung Testvergleich

Pflegetagegeldversicherung im Modelltest 2016

Eine private Pflegezusatzversicherung in Form einer Pflegetagegeldversicherung sollte folgende Kriterien erfüllen:

  1. Verzicht auf Karrenz- und Wartezeiten sowie einer detaillierten Gesundheitsprüfung
  2. Leistungen bei Demenz und bei Pflegestufen I bis III
  3. Kostenübernahme von 100 Prozent bei Unterkunft in einem Pflegeheim
  4. Dynamische Beitragszahlung im Leistungsfall

Finanztest hatte zuletzt im Jahre 2011 die Tarife der Pflegetagegeldversicherung getestet. Testsieger mit einer guten Bewertung im Vergleich wird die Allianz:

Die beste Pflegezusatzversicherung im Modellfall 1 bietet der Branchenprimus aus München.

Zum Modellfall im Pflegeversicherung Kundentest für 2013

In der Ausgebe 02/2011 hat die Stiftung Warentest insgesamt vier Modellfälle betrachtet. Im Testfall 1 steht ein 55 Jahre alter Mann, der im Monat einen Beitrag für die Pflegeversicherung in Höhe von 55 Euro zahlt. Die anderen Testfälle unterscheiden vor allem die Geschlechter. Seit dem 21. Dezember 2012 können die Versicherungsgesellschaften jedoch keine unterschiedliche Tarifkalkulation mehr vornehmen. Aus diesem Grund gilt die Pflegeversicherung Testzusammenfassung aus dem Jahr 2011 sowohl für Frauen als auch für Männer. Untersucht wurden:

  • Preis/Leistungsverhältnis mit 80% sowie
  • Weitere Versicherungsbedingungen mit 20%

Kostentest: Welche Höhe im Pflegefall festgelegt werden sollte

Die Unterbringungskosten in einem Pflegeheim liegen im Monat bei mindestens 3.000 Euro. Ab einer Pflegestufe III zahlen die Pflegekassen maximal 1.500 Euro für die Unterkunft. Um die Lücke ausgleichen zu können, sollte das Pflegetagegeld in Höhe von mindestens 50 Euro mit der privaten Pflegeversicherung vereinbart werden. Bei einer solchen Höhe zahlen Versicherungsnehmer laut Pflegeversicherung Test einen Beitrag von etwa 10 Euro im Monat. Aktuelle Pflegeversicherungstests der Rating- und Testinstitute ASSEKURATA, Franke & Bornberg, Morgen Morgen und Ökotest.

Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen geringen Teil der Kosten

Ein Blick auf die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung zeigt, dass im Pflegefall nicht viel zu erwarten ist. Solange die Angehörigen für die Pflege aufkommen gibt es ein vorgeschriebenes Pflegegeld der Krankenversicherung. Anders sieht es bei der Unterbringung in einem Pflegeheim aus.

Hier werden lediglich die Kosten für die pflegerische und medizinische Versorgung übernommen. Der gesetzlich vorgeschriebene Zuschuss bei einer Pflegestufe I liegt bei nicht mehr als 1.023 im Monat. Für die Unterkunft und die Verpflegung kommt die Pflegekasse hingegen nicht auf. Die Differenz muss mit dem eigenen Vermögen beglichen werden. Wenn die Rente der Hilfebedürftigen selbst nicht mehr reicht, zahlen die Angehörigen die Differenz. Zum Geldtest der Pflege- und PKV-Anbieter gelangen Sie auch hier.

Testzeitung Focus Money Ausgabe 28/2013

Die Testberichte der Fachzeitschrift Focus Money und des DFSI sehen die DFV Deutsche Familienversicherung, den Deutschen Ring als auch die Signal-Iduna als beste Alternativen zur gesetzlichen Pflegeversicherung. Getestet wurde der staatlich geförderte Pflege-Bahr. Der Vergleich wurde vom Deutschen Finanz-Service-Institut durchgeführt. Im Testverfajhren stehen die Angebote von 24 Pflegeversicherungen. Das Institut sieht in der neuen Pflegevorsorge (Pflegetagegeld) sehr viele gute Angebote. Das Analysehaus Morgen & Morgen und das Testmagazin Stiftung Warentest sind hingegen anderer Auffassung und sehen keine guten Vertragsbedingungen.

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Weitere Testwertungen

Im Jahre 2013 können insgesamt sieben Tarife eine Testnote von 1,5 erzielen. Ab einem Beitrag von mindestens 120 Euro im Jahr, zahlt der Staat bei folgenden Pflegetagegeld-Policen 60 Euro dazu:

Der Tarif „PflegeAktiv“ aus dem Hause der Envivas ist nur dann zu bekommen, wenn die Verbraucher bereits Mitglieder der Techniker Krankenversicherung sind.

Testbewertung von Öko-Test

Die Untersuchung der Zeitschrift Öko-Test liegt nun fast seit drei Jahren zurück. Die nächste Untersuchung kann im Jahre 2014 folgen. Den Testsieg können die Düsseldorfer Versicherer, die AXA sowie der Münchener Verein erzielen. Der Service im Falle einer Pflegebedürftigkeit und die Beiträge sprechen für den französischen Anbieter. Gut angelegt ist das Geld auch bei der LVM als auch bei der UKV. Eine sehr gute Vorsorge im Alter und für Pflegebedürftige bietet ebenfalls die Absicherung der Allianz. Versicherte können für monatlich etwa 30 Euro zudem eine Altersvorsorge mit einer Pflegeversicherung kombinieren. Der Vorteil ist, dass der Versicherer im Alter eine Rente zahlt.

Pflegeversicherung Versicherungstest 2016

Eine private Absicherung ist laut Pflegeversicherung Test für das Alter ist wichtig. Denn die Pflegebedürftigkeit in Deutschland wird in den nächsten Jahren noch weiter ansteigen. Die gesetzliche Pflegekasse kann für die Kosten nicht mehr länger aufkommen. Aktuell gibt es etwa drei Millionen pflegebedürftige Personen. Viele von ihnen erhalten nur sehr geringe Leistungen für ihre Pflege. Wohl dem, der eine private Pflegeversicherung abgeschlossen hat. Im Test kann vor allem die Allianz, die HanseMerkur und die DKV sehr gut abschneiden. Machen Sei den Pflegeversicherung Test unter https://www.pflegeversicherung-heute.de/angebot/.

Ohne Zusatzversicherung entsteht eine Versorgungslücke

Sicher ist: Die gesetzliche Pflegeversicherung allein reicht nicht aus, um die Kosten für eine ausreichende Pfleger im Alter zu bezahlen. Die Leistungen sind einfach zu gering, darauf weisen die Experten der Stiftung Warentest hin. Besonders bei Pflegestufe 0, also bei an Demenz erkrankten Menschen oder bei einer Unterbringung im Pflegeheim entsteht eine große Versorgungslücke.

Stiftung Warentest empfiehlt im Tariftest: Demenz richtig absichern

Deshalb konnten nur diejenigen Tarife im Test der Zeitschrift Finanztest zum Testsieger werden, die auch bei dementiellen Erkrankungen ein gutes Leistungsniveau bieten. Verbraucher sollten also bei den Versicherungsbedingungen ihrer Pflegetagegeldversicherung besonders darauf achten, dass der Tarif auch bei Demenz ausreichenden Schutz bietet. Bei allen getesteten Tarifen, die auf den vorderen Plätzen landeten, war das Qualitätsurteil in diesem Teilbereich zumindest „Gut“.

Auf Leistungen auch im Preistest achten

Auf der Homepage der Verbraucherorganisation finden sich die genauen Testbedingungen. Der preis spielt demnach nur eine untergeordnete Rolle. Verständlich, denn wenn der Pflegefall erst einmal eintritt, hat man von einem billigen Tarif mit schlechten Leistungen nicht viel. Deshalb gilt bei allen Versicherungen und ganz besonders bei der Pflegezusatzversicherung: Ein aussagekräftiger Vergleich muss vor allem die Leistungen berücksichtigen, nicht nur die Kosten.

Testkriterien von Finanztest

Das Gesamtergebnis von Finanztest setzt sich aus folgenden Teilnoten zusammen:

  • Leistungsniveau (70%)
  • Leistungsniveau bei Demenz / Pflegestufe 0 (15%)
  • Weitere Vertragsbedingungen (15%)

Warum die Testergebnisse so unterschiedlich ausfallen

Je nach Anbieter des Tests kommen sehr unterschiedliche Ergebnisse zutage. Dies liegt an den zum Teil sehr unterschiedlichen Testkriterien. Verbraucher können die Testberichte daher als erste Orientierung nutzen – sie müssen aber dennoch individuell nach dem besten Tarif Ausschau halten. Wie in der privaten Krankenversicherung auch spielen nämlich individuelle Faktoren (wie beispielsweise Vorerkrankungen oder Alter) eine große Rolle, weshalb die Testresultate nur bedingt aussagefähig sind.

Individuelle Kriterien fließen nicht in die Bewertung ein

Im vorliegenden Verbrauchstest wurde ein Kunden im Alter von 45 und 55 Jahren der einen bestimmtem Beitrag (pro Monat 55 bzw. 85 Euro) zahltt als Berechnungsgrundlage genommen. Steigt man wesentlich früher ein oder kann man höhere Beiträge zahlen, können die Ergebnisse ganz anders ausfallen. Einen persönlichen Test in Zusammenarbeit mit Versicherungsexperten, der ihre individuelle Lebenslage berücksichtigt, können Sie hier kostenlos und TÜV-geprüft durchführen.

Morgen & Morgen: Deutsche Familienversicherung im Versicherungentest ausgezeichnet

Auch das Analysehaus Morgen & Morgen nimmt regelmäßig ein Rating der Versicherungen vor. Im Bereich Pflegetagegeld sind laut dem Analysehaus besonders folgende Anbieter empfehlenswert: ARAG, die DFV Deutsche Familienversicherung, Ergo Direkt, die Gothaer und die Hallesche sowie die Münchener Verein . Sie erhalten ein ausgezeichnetes Rating Die Preise werden bei der Untersuchung nicht bewertet, entscheidend sind die Leistungen der Pflegetagegeldversicherung.

Institut für Service Qualität Vergleich testet 2014/2015

Auch das Deutsche Institut für Service-Qualität hat sich in einem Test 2014/2015 mit der Pflegeversicherung auseinandergesetzt. Geförderte Policen wurden nicht berücksichtigt. Ermittelt wurde dabei nicht nur die beste Versicherung an sich, auch der Service der Versicherer wurde genauestens unter die Lupe genommen. In der folgenden Tabelle ein Überblick über die Gesamtplatzierungen der Anbieter im DISQ Test.

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DISQ Testresultate

  • Platz 01: Signal Iduna
  • Platz 02: Deutscher-Ring
  • Platz 03: HUK-Coburg
  • Platz 04: Ergo Direkt
  • Platz 05: Allianz
  • Platz 06: AXA
  • Platz 07: SDK
  • Platz 08: Hanse Merkur
  • Platz 09: UKV
  • Platz 10: DKV
  • Platz 11: Hallesche
  • Platz 12: R+V
  • Platz 13: Central

Nicht alle Versicherer schaffen es in die Gesamtbewertung des Praxistests

Im Auftrag des Nachrichtensenders wurden 19 Angebote untersucht. Sechs Angebote konnten in der Bestenrangliste nicht berücksichtigt werden, da sie nicht in allen Stufen der Pflegebedürftigkeit Leistungen gewähren und ein Vergleich daher nicht sinnvoll wäre. Die Versicherer wurden dennoch auf ihren Service geprüft. Besonders ärgerlich für die Barmenia, die in der Service-Analyse auf dem ersten Platz landet sowie für die Envivas, die Platz drei belegt.

Testresultate Service

  • Platz 01: Barmenia – 75,2 Punkte, Qualitätsurteil: „Gut“
  • Platz 02: Ergo Direkt – 74,2 Punkte Note: „Gut“
  • Platz 03: Envivas – 71,0 Punkte „Gut“
  • Platz 04: HUK Coburg – 70,8 Punkte „Gut“
  • Platz 05: SDK – 69,4 Punkte „Befriedigend“

Testnote „Sehr gut“ nicht vergeben

Kein einziges der Angebote konnte beim Service die Note „Sehr gut“ erreichen. Das Problem: Viele Versicherer beantworteten E-Mails erst sehr spät. Doch wann ist der Service für Versicherte gut? Ob Interessentenanfragen schnell beantwortet werden, spielt eher eine untergeordnete Rolle. Wichtig für denjenigen, der versichert ist: Unbürokratische und schnelle Hilfe. Das wurde vom DISQ allerdings nicht überprüft.

Große Preisunterschiede bestätigen sich auch bei Testkunden

In der Produktanalyse nahm das Hamburger Institut auch die Beiträge unter die Lupe. Das Ergebnis: Oft lagen zwischen dem günstigsten und teuersten Tarif über 50 Prozent Preisunterschied – obwohl beide Angebote vergleichbare Leistungen boten. Sogar Unterschiede von 63 Prozent wurden von den Testern gefunden. Jeder zweite Versicherer gewährte eine Befreiung vom Beitrag erst ab der Pflegestufe III.

Trotz Verbesserungen 2016 bleibt Kostenlücke

Wichtig: Auch wenn mit dem Pflegestärkungsgesetz ab 1. Januar 2015 die Pflegeklassen mehr zahlen und eine Zuschüsse in deutlich größerem Umfang bieten – die Pflegekosten bleiben weitaus höher als die gesetzlichen Leistungen.. Wer nicht privat versichert ist, muss die Pflegekosten aus eigener Tasche zahlen – bei einer Kostenlücke von etwa 2.000 Euro monatlich für die Unterbringung im Pflegeheim kann das schnell den finanziellen Ruin bedeuten.

BGH Urteil: Kinder müssen für Eltern zahlen

Wird die Pflege nötig und kann der Betroffene, müssen im Zweifelsfall die Angehörigen die Kosten übernehmen. Diese Regelung wird seit vielen Jahren immer wieder vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe bestätigt. Selbst wer seit vielen Jahren keinen Kontakt mit seinen Eltern hatte, zahlt für pflegebedürftige Eltern. Selbst, wenn der Sohn enterbt wird, kann das der Fall sein, wie das BGH aktuell entschieden hat. (Az.: XII ZB 607/12).

Focus testet geförderte und ungeförderte Angebote

Neben Stiftung Warentest hat sich das Magazin Focus Money im Bereich der Pflegeversicherungen mit zahlreichen aktuellen Policentests als Hilfe für deutsche Verbraucher bewährt. Die Tester des Magazins nahmen sowohl die ungeförderte Pflegeversicherung als auch den Pflege-Bahr unter die Lupe. Der Pflegeversicherung Test wurde Mitte 2013 durchgeführt und gelten folglich auch für das Jahr 2014. Mit einem neuen Focus Money Pflegeversicherung Test zum Thema Pflegetagegeldversicherungen ist erst 2015 wieder zu rechnen.

Testberichte: Focus Money testet Bahr-Tarife

Obwohl bei der geförderten Bahr-Police die Höhe Mindestleistungen und Versicherungsbedingungen teilweise vom Gesetzgeber festgesetzt wurden, gibt es zwischen den geförderten Pflegetagegeldversicherungen beträchtliche Unterschiede.. Je nach Anbieter erhalten Kunden bei gleichem monatlichen Beitrag im Pflegefall recht unterschiedliche Leistungen. Daher lohnt es sich auch beim Bahr-Tarif auf jeden Fall, zu vergleichen.

Wie getestet wurde- Wie setzen sich die Testergebnisse zusammen

Focus Money führte in Zusammenarbeit mit dem DFSI (Deutschen Finanz-Service Institut) die Angebote der Versicherer im Bereich Pflege-Bahr. Die Experten berechneten dabei die Leistungen anhand von Modellkunden, die in einem Alter von zwischen 18 bis 60 Jahren in die Versicherung eintreten. Am Ende berechneten die Experten die Durchschnittsleistung und ermittelten anhand dieser Ergebnisse die Testnote.

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Bewertung „Sehr gut“

Folgende Versicherer erhalten das Qualitätsurteil „Sehr gut“ und werden zum Testsieger mit der Note 1,0:

  • DFV Deutsche Familienversicherung
  • Deutscher Ring
  • Signal Iduna

Bahr deckt Pflegekosten nicht ab wie Kostentest beweist

Nicht nur die staatlich bezuschusste Bahr-Versicherung wurde von den Experten getestet, auch die ungeförderten Policen standen auf dem Programm. Denn während die Leistungen aus den Bahr-Tarifen und die Zahlungen der Pflegekasse die gesamten Pflegekosten kaum decken können, kann bei einer privaten ungeförderten Police ein weitaus höheres Pflegegeld vereinbart werden.

Flexible und statische Tarife

Die Tester von Focus Money vergleichen in ihrem Test 2014 bzw. 2013 zwei Arten von Tarifen: Bewertet werden die statischen und die flexiblen Tarife. Der Unterschied: Bei den statischen Tarifen wird eine Leistung für die dritte Pflegestufe vereinbart, der Versicherer richtet die Zahlungen für die anderen Pflegestufen danach aus. Hier gelten feste Prozentsätze.

Dritte Pflegestufe wird selten erreicht

Wird beispielsweise in der 3. Pflegestufe eine Leistung von 1000 Euro vereinbart und der Versicherer zahlt in der 2. Stufe 50 Prozent, erhält der Versicherte 500 Euro. In der ersten Stufe bei 30 Prozent noch 300 Euro. Was nicht weiter dramatisch klingt, hat schwerwiegende Folgen. Denn nur die wenigstens werden zum Pflegefall in der dritten Stufe, häufiger sind es Stufe 0 (Demenz), 1 oder 2. Um in den restlichen Stufen optimal abgesichert zu sein, muss die erste Pflegestufe also meist sehr hoch und damit überversichert werden.

Lieber flexible Police abschließen

Daher empfehlen die Ratgeber von Focus Money Experten zum Abschluss einer flexiblen Versicherung. Jeder kann hier die Sätze für die Pflegestufen individuell gestalten und die Vorsorge so nach seinen eigenen Vorstellungen anpassen – theoretisch können für jede Stufe auch die gleichen Leistungen angesetzt werden. Im Pflegeversicherung Test überzeugen besonders die DFV und die AXA. Hier die aktuelle Top 3 mit dem jeweiligen Testergebnis im Überblick.

Testsieger 3 Flexible Tarife

  • Platz 1: DFV mit Tarif PZV, Testnote „Sehr gut“ 1,0
  • Platz 1: AXA mit den Tarifen Flex1, Flex2 und Flex 3, Testergebnis 1,0
  • Platz 2: Süddeutsche KV mit der Gesamtnote 1,5

Weitere Testresultate

Unter den besten Angeboten bei der statischen Police finden sich folgende Unternehmen: die DKV (Tarif: KPET und KPEK) und die Hanse Merkur (PA) mit einer 1,0. Die Bayrische Beamtenkrankenkasse sowie die Union (beide: Pflege Premium Plus) landen auf dem zweiten Platz im Pflegeversicherung Test mit einer Note 1,5.

Der allgemeine Test der Pflegeversicherung in 2016

Wer sich für eine private Pflegeversicherung entscheidet, sollte vor Vertragsabschluss vor allem darauf achten, dass die Pflege mit den Leistungen des Versicherers und denen der gesetzlichenVersicherung möglichst komplett bezahlt werden kann. Die Experten von Stiftung Warentest raten zudem, nur Tarife in Betracht zu ziehen, bei denen auch die Leistungen in der Pflegestufe 0 gut sind. Die Testergebnisse von Finanztest, Focus Money und Co. bieten eine erste Orientierung ersetzen aber keinesfalls einen individuellen vergleich. Auch hier bieten wir Ihnen einen ganz persönlichen Pflegeversicherung Test.

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