Pflegeversicherung Leistungen

Über die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung entscheidet immer auch die Pflegestufe. So wird bei der Pflegestufe I ein täglicher Hilfebedarf von mindestens 90 Minuten am Tag vorausgesetzt. Das Pflegegeld bei häuslicher Pflege beträgt in diesem Fall nicht mehr als 235 Euro im Monat. Dieser Anspruch der gesetzlichen Pflegekasse deckt kaum den Pflegeaufwand für die Betroffenen. Es entstehen Versorgungslücken von bis zu 24.000 Euro jährlich. Ein privater Schutz deckt jedoch die anfallenden Kosten und stellt eine altersgerechte Pflege sicher.

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Gesetzliche Pflegeversicherung auf dem Prüfstand

Bereits heute stößt die gesetzliche Pflegeversicherung mit knapp 3 Millionen hilfebedürftigen Menschen an ihre finanziellen Grenzen. Die Kosten können die Krankenkassen AOK und Co. kaum noch decken. Aus diesem Grund wird die private Pflege für Betroffene und Angehörige immer wichtiger. Mitunter droht der finanzielle Ruin. Denn bereits in den nächsten Jahren wird der Pflegeaufwand rapide zunehmen. Daran vermag auch die aktuelle Pflegereform nichts ändern. Positiv ist jedoch, dass beispielsweise Demenzkranke seit 2013 stärker berücksichtigt werden.

Große Versorgungslücken ohne private Absicherung

Senior im Rollstuhl liest BuchWer im Pflegefall auf die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung angewiesen ist, wird schnell zu spüren bekommen, wie gering die Leistungen im Ernstfall tatsächlich ausfallen. Immense Unterschiede tun sich dabei bereits in der ersten Pflegestufe auf:

Gesetzlicher Anspruch bei Pflegestufe III liegt bei 1.550 Euro, der tatsächliche Bedarf liegt bei mindestens 3.500 Euro monatlich. Für die Differenz kommen Angehörige und Pflegebedürftige mit ihrem eigenen Vermögen auf. (Deswegen lohnt es sich, eine private Pflegeversicherung abzuschließen – hier geht es zum Pflegeversicherung Test)

Eine private Versicherung übernimmt jedoch die Kosten im Pflegefall.

Die Pflegestufe in Deutschland im Jahre 2014

Die Pflegekassen AOK und Co. unterscheiden drei soziale Pflegestufen:

  1. Pflegestufe I – erhebliche Pflegebedürftigkeit
  2. Pflegestufe II – schwere Pflegebedürftigkeit
  3. Pflegestufe III – schwerste Pflegebedürftigkeit
  • Der Hilfebedarf bei Stufe I liegt bei mindestens 90 Minuten täglich, die Grundpflege muss 50 Prozent der Gesamtpflege ausmachen
  • Der Hilfebedarf bei Stufe II liegt bei mindestens 180 Minuten täglich, die Grundpflege muss 120 Minuten der gesamten Pflege ausmachen
  • Der Hilfebedarf bei Stufe III liegt bei mindestens 300 Minuten täglich, die Grundpflege muss 240 Minuten der gesamten Pflege ausmachen

Die Leistungen beim Pflegegeld seit 2013

Pflegegeld gibt es immer dann, wenn die pflegebedürftigen Personen keinen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nehmen und die Angehörigen um die häusliche Pflege in der eigenen Wohnung übernehmen. Die Verwendung der gesetzlichen Leistungen steht im Falle einer Hilfebedürftigkeit frei. Seit dem 1. Januar 2013 gibt es je nach Pflegestufe folgendes Pflegegeld in Euro:

  1. 120 bei Stufe 0 mit eingeschränkter Alltagskompetenz
  2. 235 bei Stufe I und 305 bei eingeschränkter Alltagskompetenz
  3. 440 bei Stufe II und 525 bei eingeschränkter Alltagskompetenz sowie
  4. 700 bei Stufe III

Ansprüche der Pflegeversicherung ruhen jedoch vier Wochen nach Aufnahme in einem vollstationären Krankenhaus oder bei einer Rehabilitationsmaßnahme. Es gibt in Deutschland eine Pflicht zur Pflegeversicherung.

Die Funktion der Pflegekasse

Lachende Seniorin im SeniorenheimDie Leistungen eine Pflegekasse werden im Sozialgesetzbuch (SGB) geregelt. Diese Leistungen haben gesetzliche Pflegeversicherungen dabei wahrzunehmen:

  • Pflegebedürftige Menschen erhalten Sachleistungen, Dienstleistungen sowie Geldleistungen
  • Koordination der pflegerischen und medizinischen Versorgung der Versicherungsnehmer
  • Beiträge für die Rentenversicherung werden in einigen Fällen übernommen
  • Als Sachleistungen müssen bei Pflegestufe III bis zu 1.550 Euro bereit gestellt werden
  • Erstattung der Kosten für Hilfsmittel, Behandlungspflege, soziale Betreuung sowie Pflegehilfsmittel werden nur zum Teil übernommen
  • Für die ambulante, häusliche und stationäre Behandlung gibt es eine vorgeschriebene Leistung

Kosten für private Pflege werden zum Teil übernommen

Seit 2013 gibt es auch eine private Pflegeversicherung, die gesetzlich gefördert wird. Mehr zum Thema auch hier. Dabei spielt die aktuelle Gesundheit der Antragsteller keine Rolle. Denn jeder Personenkreis darf von der Förderung profitieren. Es gibt eine Förderung in Höhe von 5 Euro monatlich für eine Pflege-Bahr-Police vom Bundesministerium dazu. Einer aktuellen Untersuchung zufolge weisen die geförderten Versicherungen jedoch schlechtere Vertragsbedingungen auf als ungeförderte Tarife. Daran ändert auch der monatliche Zuschuss nichts.

Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz

Durch das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz erhalten künftig auch Menschen mit Demenz höhere Leistungen vom Staat. Für Betreuungsleistungen gibt es je nach Pflegebedarf bis zu 200 Euro monatlich. Somit finden nun erstmals auch psychisch kranke Personen und Menschen mit einer Behinderung eine stärkere Berücksichtigung bzw. Anerkennung. So bietet ein ambulanter Pflegedienst neben der Grundpflege auch eine hauswirtschaftliche Versorgung an. Weitere Besonderheiten hier.

Familie

Solange die Familie die Pflege in der eigenen Wohnung übernimmt, wird ein festes Pflegegeld von der Krankenversicherung gezahlt. In diesem Fall können die Angehörigen mit den finanziellen Mitteln auch relativ gut zurecht kommen. Das ändert sich allerdings, wenn die pflegebedürftige Person in einem Pflegeheim untergebracht wird. Es entstehen Versorgungslücken von bis zu 24.000 Euro jährlich. Die Kosten teilen sich die Angehörigen untereinander auf. Kinder zahlen ab einem bestimmten Einkommen für Unterkunft und Verpflegung.

Schlusswort Pflegeversicherung Leistungen

Die gesetzlichen Pflegeversicherung Leistungen sind mit rund drei Millionen Pflegefällen an ihre finanziellen Grenzen gestoßen. Eine altersgerechte Pflege im Alter ist kaum noch gegeben. Für die Versorgungslücken der Pflegeversicherung kommen die Kinder auf. Auch die Bundesregierung hat die Zeichen der Zeit erkannt und fördert private Tarife. Bedauerlich ist daher, dass ungeförderte Tarife weitaus bessere Bedingungen zu bieten haben. Weitere Informationen zu den Leistungen erhalten Sie auch unter http://www.pflegeversicherung-heute.de/.